Gleich nach der Wiedereröffnung war richtig was los im Sozialkaufhaus. Spender haben die Regale gut bestückt. © Claudia Engel
Verheerender Brand

Sozialkaufhaus hat wieder geöffnet: Der Laden brummt

Nach dem verheerenden Brand im November 2020 gibt es gute Nachrichten aus dem Sozialkaufhaus: Es ist wieder geöffnet. Der neue Standort ist für Kunden sogar noch besser zu erreichen.

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hat gute Arbeit geleistet: Am Mittwoch konnte das Sozialkaufhaus wiedereröffnet werden. Es war im November am alten Standort Crawleystraße ausgebrannt. An der Bochumer Straße 22 hat das Sozialkaufhaus nun einen neuen Standort in einem ehemaligen Geschäftslokal für Druckererzeugnisse gefunden. Das scheint sich bei den Kunden schnell herumgesprochen zu haben. Denn am Eröffnungstag hatte das ehrenamtliche Helferinnenteam gut zu tun.

Die ehrenamtlichen Helferinnen des SkF vor dem Sozialkaufhaus an der Bochumer Straße 22: Bei der Wiedereröffnung halfen Agnes Heckmann, Sofyat Hamakarro, Rody Sido und Chazala Sido (v.li.) mit.
Die ehrenamtlichen Helferinnen des SkF vor dem Sozialkaufhaus an der Bochumer Straße 22: Bei der Wiedereröffnung halfen (v.l.) Agnes Heckmann, Sofyat Hamakarro, Rody Sido und Chazala Sido mit. © Claudia Engel © Claudia Engel

Chazala Sido, eine der ehrenamtlichen Helferinnen beim SkF, musste zu den Öffnungszeiten die Besucher und Besucherinnen dirigieren. Denn wegen der Corona-Schutzbestimmungen durften sich maximal sechs Personen im Laden aufhalten. Und die kleinen Gruppen nahmen sich gebührend Zeit, unter den vielen säuberlich aufgestapelten Kleidungsstücken in den Regalen und an den Kleiderständern zu wählen. Eine junge Mutter staffierte ihren Sohn gleich mit einem Kuscheltier aus. Eine Badehose für den Jungen gab es im Sortiment aber leider nicht. Wohl aber sehr gepflegte Kinderkleidung für Jungen und Mädchen.

Frau gibt sich als langjährige Kundin zu erkennen

Eine andere Frau vor dem Geschäft ist eine regelmäßige Kundin im SkF-Kleiderladen. „Ich kenne das Kaufhaus schon seit Langem“, sagte sie. Sie habe sich sowohl am Standort am Duvenkamp als auch an der Nachfolgeadresse an der Crawleystraße mit gut erhaltenen und auch modischen Kleidungsstücken versorgt. Zum Preis von einem bis sechs Euro können die Besucher im Sozialkaufhaus ihre Garderobe vervollständigen oder erneuern.

„Wir haben glücklicherweise immer Spender, die uns mit Nachschub versorgen“, sagt uns Chazala Sido. Kleider- oder Spielzeugspenden können zu den Öffnungszeiten der Kleiderkammer (mittwochs 14 bis 17 Uhr und samstags 9.30 bis 12 Uhr) abgegeben werden. Der SkF bittet aber freundlich darum, keine Kleidersäcke vor die verschlossene Tür zu stellen. Ein entsprechendes Schild ist am Eingang des Sozialkaufhauses angebracht.

Davon war am Mittwoch keine Spur. Die Gäste mussten sich vor dem Stöbern die Hände desinfizieren, bekamen eine Stofftasche ausgehändigt und konnten dann mit ihrem Einkaufsbummel starten. Dass das Kaufhaus jetzt an der Bochumer Straße zu finden ist, fanden einige Besucher auf Anfrage gut: „Das ist super zu erreichen.“

Der alte Containerbau an der Crawleystraße war nach einem technischen Defekt in der Heizungsanlage im November 2020 in Flammen aufgegangen. Das komplette Inventar wurde dabei vernichtet. Dorstener Wohnungsgesellschaft und private Spender halfen dem SkF beim Umzug und bei der Neuausstattung.

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Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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