Sparkasse: Bank-Automaten in zwei Filialen beschmiert und beschädigt

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Massive Beschädigungen bei der Sparkasse in Dorsten: In der City wurden Geldautomaten Opfer einer Nudelsoßen-Attacke, in Holsterhausen einige mit klebriger Flüssigkeit außer Betrieb gesetzt.

Dorsten

, 04.08.2020, 14:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Update 15.50 Uhr: Die „Nudelsoßen-Attacke“ vom Montag ist kein Einzelfall in Dorsten. „Zum wiederholten Mal hat damit eine massive Verschmutzung in den Foyers der Sparkasse stattgefunden“, erklärt Matthias Feller, Leiter der Sparkasse Vest Recklinghausen in Dorsten.

Der Schaden, der am Montag angerichtet wurde, ist größer als zunächst gedacht. „Zwei Geräte konnten zwar noch am Abend nach einer Säuberung wieder von den Kunden genutzt werden, aber ein Gerät ist defekt und muss aufwendig repariert werden“, so Feller.

Zweiter Fall in Holsterhausen

Darüber hinaus kam es in den frühen Morgenstunden am Dienstag zu einem weiteren Vorfall. „Da wurde das Foyer unseres Beratungscenters in Holsterhausen verwüstet“, so Matthias Feller. Die unbekannten Täter entwendeten Mülltonnen aus der Nachbarschaft, entleerten diese im Vorraum und setzten die SB-Technik mit Blumenerde und klebriger Flüssigkeit außer Betrieb.“

Der bisher so entstandene Schaden für das Bankinstitut geht in Dorsten inzwischen „an die 75.000 Euro“, so der Leiter.

Ursprungstext: Eine echte Sauerei erlebten die Kunden der Sparkasse Vest Recklinghausen, die am Montagabend im Vorraum der Dorstener Hauptfiliale an der Julius-Ambrunn-Straße Bargeld an den dortigen Geldautomaten abheben wollten. Die Geräte waren nämlich mit Nudeln und Tomatensauce komplett beschmiert, auch auf dem Boden lagen Essensreste.

Polizei ermittelt

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und eine Strafanzeige aufgenommen. „Ermittelt wird zunächst gegen Unbekannt“, erklärte Andreas Lesch von der Pressestelle der Kreispolizei in Recklinghausen. Allerdings: Schon bevor Kunden die Polizeiwache über das Vorkommnis informiert hatten, war die Polizei an diesem Abend zu einem Einsatz in der Bankfiliale gerufen worden.

Augenzeugen hatten nämlich kurz nach 19 Uhr bei der Feuerwehr angerufen, weil ein Mann mit einem Gaskocher ein offenes Feuer im Bankvorraum entzündet hatte. Polizei und Feuerwehr trafen einen 34-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz an, der dort schon desöfteren aufgefallen und bereits vorher mit einem Hausverbot belegt worden war.

Videos werden ausgewertet

Laut Andreas Lesch wurde eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch geschrieben und gegenüber dem 34-Jährigen ein Platzverweis ausgesprochen. Ob er auch für die „Nudelsoßen-Attacke“ verantwortlich ist, soll nun geklärt werden. „Wir hoffen auf die Auswertung der Aufnahmen der Videoanlage.“

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