Auch der Spielplatz an der Südheide wird dank der Spendengelder von „Dorsten dank(t) Dir" attraktiver gestaltet. © Guido Bludau
Spendengelder

Spendenverein verteilt so viel Geld wie noch nie auf einen Schlag

Einen großen Batzen an Zuschüssen für den guten Zweck hat der Verein „Dorsten dank(t) Dir“ ausgeschüttet - mit 23.000 Euro so viel wie noch nie auf einen Schlag. Hier alle Informationen.

Weil das Budget der Stadt in diesem Jahr kein Geld für ein neues Schaukelgestell vorsieht, nahm die Nachbarschaft Südheide in Wulfen-Barkenberg bei ihrem Kinderspielplatz selbst das Heft in die Hand. 1.700 Euro sammelten sie selbst für die Anschaffung ein, 1.000 Euro steuert der Verein „Dorsten dnk(t) Dir“ bei.

Auch an das „Foodsharing – Rettet Lebensmittel“-Projekt werden Spendengelder von „Dorsten dank(t) Dir“ ausgeschüttet. Nicky Johannsen, die in Kooperation mit der Dorstener Arbeit am Holzplatz einen Raum geschaffen hat, an dem übrig gebliebene Lebensmittel gelagert und von (bedürftigen) Bürgern abgeholt werden können, möchte diesen 400-Euro-Zuschuss etwa für Werbemittel und Kisten zur Lagerung verwenden.

Dreimal im Jahr tag der Beirat

Nur zwei der Dorstener Vereine, die aktuell vom dreimal im Jahr tagenden „Dorsten dank(t) Dir“-Beirat unterstützt wurden. In der jüngsten Beiratssitzung sind für zwölf Projekte Mittel in Höhe von 23.050 Euro bewilligt worden, „so viel auf einen Schlag wie noch nie“, betont Stadtpressesprecher Ludger Böhne.

Über Zuschüsse freuen kann sich auch ein Förderverein, der wegen der Coronakrise in arge finanzielle Schieflage zu geraten drohte. Oder ein Förderverein, der sich für die Förderung von überdurchschnittlich begabten Kindern einsetzen möchte. Eine Schule bekommt finanzielle Zuwendung für ihre Arbeitsgemeinschaften eine andere Schule für ihre Schulbücherei.

Auch Nicky Johannsen (vierte von links) hat für ihr Foodsharing-Projekt Unterstützung bekommen. © Privat © Privat

In Hervest sollen mit Unterstützung des Vereins Strom-Verteiler-Kästen optisch ansprechend gestaltet werden. Eine Kirchengemeinde erhält Geld, um Kindern aus sozialschwachen Familien eine zweitägige Freizeitaktivität anbieten zu können. Und ein Kindergarten hatte erfolgreich einen Antrag auf eine Zuwendung für die Neugestaltung eines Niedrigseilgartens gestellt.

Schon 44 Förderungen

Seit seiner Gründung im Jahr 2017 hat sich der Verein „Dorsten dank(t) Dir“ als Förderer von Projekten in vielen gesellschaftlichen Lebensbereichen etabliert. In knapp drei Jahren sind schon 44 Förderungen erteilt worden – insgesamt 63.000 Euro. „Zusätzlich konnten zahlreiche zweckgebundene Spenden weitergeleitet werden“, so die Stadt.

Wer über den Verein Geld an gemeinnützige Vereine, Initiativen oder Einrichtungen spenden möchte, kann den Verwendungszweck selbst bestimmen, muss es aber nicht. Über die Förderung entscheidet der Beirat von „Dorsten dank(t) Dir“, dem stimmberechtigt der stellvertretende Vorsitzende Norbert Holz sowie elf gewählte Vertreter aus den elf Dorstener Stadtteilen angehören.

Neue Mitglieder willkommen

Zurzeit gehören dem Verein etwa 50 Einzelpersonen sowie Firmen und Organisationen an. Neue Mitglieder sind willkommen. Der Mindestbeitrag beträgt 12 Euro pro Jahr, für juristische Personen 50 Euro.

  • Bei Rückfragen steht Joachim Thiehoff, Leiter des Büros für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport, unter der Rufnummer 02362/663334 zur Verfügung oder per E-Mail an joachim.thiehoff@dorsten.de.
  • Auf der Website www.dorsten.de/dorstendanktdir steht neben dem Beitrittsformular auch ein Antragsformular für Förderanliegen zur Verfügung.
  • Wer spenden möchte, kann das hier tun: Sparkasse Vest, IBAN: DE 32 4265 0150 0090 2537 09, BIC: WELADED 1 REK oder Vereinte Volksbank, IBAN: DE98 4246 1435 0186 5524 00, BIC: GENODEM 1 KIH
Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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