Das tut nicht nur Kindern weh: Sportplatz-Olympiade abgesagt

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Mit täglich 1500 Teilnehmern, Betreuern und Zuschauern ist es Herzstück und größte Veranstaltung des Sommerferien-Kinderspaßes in Dorsten. Doch wegen Corona gibt es schlechte Nachrichten.

Dorsten

, 07.05.2020, 13:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Spielplätze waren abgesperrt, Schulen und Kindergärten waren zu, ihre Freunde und die Großeltern durften sie nicht sehen: Vor allem die Kinder hatten schwer unter der Coronakrise zu leiden. Doch jetzt gibt es leider noch eine schlechte Nachricht für die lieben Kleinen in Dorsten: Denn das Herzstück und damit die weitaus größte Veranstaltung des diesjährigen Sommer-Ferienspaßes muss ausfallen.

„Tut uns in der Seele weh“

„Das tut uns in der Seele weh“, sagt Dieter Pannebäcker, Vorstandsvertreter des SV Dorsten-Hardt. Lange hatte des Orga-Team des Vereins überlegt, ob es nicht doch noch eine Möglichkeit gibt, das beliebte und bunte Spektakel irgendwie und irgendwann noch in diesem Jahr stattfinden zu lassen.

Doch jetzt fiel der offizielle Entschluss: Erstmalig in ihrer 34-jährigen Geschichte kann die Sportplatzolympiade auf der Hardt nicht stattfinden. „Das haben nicht mal Wind und Wetter geschafft“, so Pannebäcker.

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„Wir müssen den Bestimmungen der Bundes- und Landesregierung, was Großveranstaltungen bis zum 31. August angeht, folgen“, so Pannebäcker. Und die Sportplatz-Olympiade ist groß: Rund 900 Kinder, 300 freiwillige Helfer und dazu viele Eltern, Angehörige und Freunde als Zuschauer sind jeweils in der ersten Ferienwoche auf der Sportanlage de Vereins.

Auch bet der Sportplatzolympiade 2019 ging es um Sport, Spiel und Spaß.

Auch bei der Sportplatzolympiade 2019 ging es um Sport, Spiel und Spaß. © Ralf Pieper (A)

Unter den Flaggen unterschiedlicher Länder gibt es bei der Sportplatz-Olympiade „Wettkämpfe“, bei denen aber das Spiel und der Spaß im Vordergrund stehen. „Da lassen sich Abstandsregeln gar nicht einhalten.“ Das Orga-Team habe kurzzeitig den Gedanken durchgespielt, die Olympiade auf die Herbstferien zu verlegen.

„Aber da werden womöglich viele Familien ihren ausgefallenen Sommerurlaub nachholen“, sagt Pannebäcker: „Und mit wenig Kindern wäre das ja nichts Halbes und nichts Ganzes.“

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Dem Vorstandsmann des SV Dorsten-Hardt tun nicht nur die Kinder leid, sondern auch die vielen Jugendlichen und Erwachsenen, die als ehrenamtlicher Betreuer den Laden am Laufen halten. Viele von ihnen waren früher als Kinder selbst Teilnehmer, „für die ist das jedes Jahr ein schönes Freundschaftstreffen“.

Im nächsten Jahr noch größer

Wie der „große Bruder“ in Tokio wird auch die nächste Olympiade auf der Hardt erst wieder im kommenden Jahr über die Bühne gehen. „Und das dann größer als bisher“, verspricht Pannebäcker.

Denn es sollen ein weiterer kleiner Spielplatz sowie ein Beachvolleyball-Feld hinzukommen. Das Orga-Team bedankt sich schon jetzt bei den Sponsoren, die dazu beitragen werden, dass diese Ausgaben finanziert werden können.

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