Die ersten kranken Bäume der Fürst-Leopold-Allee sind kürzlich durch neue Exemplare ersetzt worden. © Michael Klein
Zechengelände

Sterbende Bäume an der Zechen-Allee in Dorsten: Es tut sich was

Starke Trockenheit, Pilzbefall, Schäden durch Autos und Vandalismus: An den Straßen über das Zechengelände in Dorsten sind viele Bäume nicht mehr zu retten. Nun greift die Stadt ein.

Eigentlich sehen die Bäume von fern ganz gut aus: Sie sind leidlich gerade und hoch gewachsen, haben eine grüne Krone. Doch viele der erst wenige Jahre alten Anpflanzungen haben Schäden: Die Rinde ist teilweise abgesprungen, die Stämme haben Risse. Und deswegen warnte Franz-Josef Gövert, CDU-Ratsherr und Baum-Experte, im Vorjahr vor einem gewaltigen Baumsterben an der Fürst-Leopold-Allee, sollte nicht bald gehandelt werden.

Jetzt hat die Stadt auf dem ehemaligen Zechengelände reagiert. Eine ganze Baumreihe, mit weißer Schutzfarbe versehen, ist zwischen dem Kreisverkehr am Fördergerüst und dem alten Ruhrgas-Gelände neu eingesetzt worden.

Viele der Bäume haben Risse und Schäden in der Rinde.
Viele der Bäume haben Risse und Schäden in der Rinde. © Michael Klein © Michael Klein

„In der Pflanzzeit in diesem Frühjahr wurden in einem ersten Schritt 20 Bäume ausgetauscht, die nicht mehr erhalten werden können“, erklärt Stadtpressesprecher Ludger Böhne auf Anfrage. Die neuen Säulenahorne haben einen „Gießring“ erhalten, „der zugleich einen guten Schutz gegen Anfahrschäden bietet“.

Als die frühere Zechenfläche vor rund sechs Jahren neu hergerichtet wurde, sind an den Straßen und in den Grünflächen viele neue Bäume eingesetzt worden. „Insgesamt wurden 319 Hochstämme gepflanzt“, so Böhne. 46 davon stehen auf privatem Grund im Creativ-Quartier, „für die 273 Bäume auf RAG- und Stadt-Flächen hat die Stadt die Pflege übernommen“.

Mehr als 300 Allee-Bäume wurden vor fünf, sechs Jahren auf dem Zechengelände angepflanzt.
Mehr als 300 Allee-Bäume wurden vor etwa sechs Jahren auf dem Zechengelände angepflanzt. © Michael Klein © Michael Klein

Gepflanzt wurden Feldahorn (89), Hainbuche (21), Säulenahorn (153), Echte Mehlbeere (52) und Fächerahorn (4). Die Pflanzung wurde inklusive Anwachspflege an Fachfirmen vergeben. Die Stadt habe die Bäume „in einem gutwüchsigen Zustand übernommen und auch weiterhin ausreichend gewässert“, erklärt der Pressesprecher.

Trockenheit und Anfahrschäden

Doch dann gab es an etlichen Bäumen „verschiedene Schadbilder“. Insbesondere die starke Hitze und Trockenheit in den Sommern 2019 und 2020 habe zu erheblichen Schäden an 116 Bäumen geführt, so Ludger Böhne. 65 Bäume weisen „Anfahrschäden“ durch Autos oder unvorsichtige Mäharbeiten auf. Und an 42 Exemplaren wurden Vandalismus- und Kronenschäden oder aber Pilzbefall festgestellt.

Insgesamt sind laut Böhne 112 städtische Bäume so marode, dass sie ersetzt werden müssen oder bis auf Weiteres „unter Beobachtung“ stehen, wie sie sich weiter entwickeln. Nach und nach werden die Bäume, so es denn nötig wird, ersetzt. „Müssten am Ende tatsächlich alle 112 Bäume ausgetauscht werden, würde dies Kosten von etwa 17.000 Euro verursachen.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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