Stockhoff wird Chef der «Kümmerer»

Einziger Kandidat für den CDU-Vorsitz

25.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach einer Vielzahl von Gesprächen «mit Leuten, die Zeit und Lust haben», wird der Physik-Student auf dem Parteitag am 31. Mai ein Team präsentieren, mit dem er «Politik mit Herzblut» machen und der CDU gleichzeitig mehr Profil verleihen möchte. «Wir müssen uns mehr mit den Themen und nicht so sehr mit uns selbst beschäftigen», glaubt der 25-Jährige. «Erfolg und Arbeit schweißen zusammen.» Tatsächlich möchte Tobias Stockhoff (Foto oben) die Parteiarbeit auf mehr Schultern als bisher verteilt sehen. Der neue Vorstand, so wird es in einer Tischvorlage für die Delegierten stehen, wird wohl deutlich größer ausfallen. Der Wulfener holt zahlreiche neue Kräfte ins Boot, setzt aber auch auf Erfahrung. Einen Seniorenbeauftragten gibt es, einen Internet-Beauftragten ebenso. Einen Mitglieder-Beauftragten und einen, der sich federführend um Neu-Mitglieder bemühen soll. «Politik macht nur Spaß, wenn man ein gutes Team hat», sagte er gestern. Der Stadtverband müsse Dienstleister für die Ortsverbände sein, die Mitglieder «müssen erfahren, warum sie in dieser Partei sind». Auch die Dorstener Bürger sollen nach Meinung von Stockhoff freilich von der «neuen» CDU profitieren. «Wir können nur dann eine kommunal-politische Kraft sein, wenn wir eine Kümmerer-Partei sind. Es muss uns interessieren, wenn irgendwo eine Laterne umfällt.» Stockhoffs Vorgänger Werner Niermann (55, Foto unten), der schon vor Monaten eine neuerliche Kandidatur ausgeschlossen hatte, sprach gestern von einem Wunsch-Kandidaten. Deshalb stand für ihn und seine Vorstands-Kollegen auch nie zur Debatte, dass vielleicht Bürgermeister Lambert Lütkenhorst für den Vorsitz kandidieren könnte. Stockhoff betonte indes, dass er «selbstverständlich» engen Kontakt zu Lütkenhorst und dem Fraktionsvorsitzenden Bernd Schwane halten werde. «Das geht gar nicht anders.» Diesen Rat wird ihm, neben vielen anderen, vielleicht auch sein Vorgänger gegeben haben. Stefan Diebäcker Kommentar

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