Thomas Gerling und sein Sohn Michel vor der neuen Ladestation an der Tüshaus-Mühle in Deuten. © Guido Bludau
Radverkehr

Strom für neue E-Bike-Ladestation in Dorsten kommt aus Wasserkraft

Das ist ungewöhnlich und vor allem umweltfreundlich: An einem beliebten Ausflugsziel in Dorsten wird der Strom für eine neue Ladestation für E-Bikes aus der Wasserkraft gewonnen.

Die Tüshaus Mühle in Deuten ist schon seit Jahren ein sehr beliebtes Ausflugsziel unter anderem für Wandergruppen und Radfahrer. Bereits im letzten Jahr wurde durch den gemeinnützigen Förderverein „Kulturdenkmal Tüshaus Mühle“ aufgrund der steigenden Nachfrage mehr Bänke rund um die Mühle aufgestellt.

Nachfrage von Radfahren

„Von den Radfahrern kam öfters mal die Nachfrage nach einer Lademöglichkeit für E Bikes im Bereich der Mühle. Bisher mussten wir solche Anfragen immer verneinen“, berichtet Thomas Gerling vom Vorstand des Vereins. „Daher hatten wir uns im Förderverein ein paar Gedanken gemacht und fanden, dass solch eine Ladestation auch zum Umfeld der Mühle passen sollte.“

Aus diesem Grund überlegte sich der Vorstand, passenderweise den vorhandenen Strom aus der Wasserkraft zu nutzen und somit eine äußert umweltfreundliche Ladestation anzubieten. „Dies haben wir jetzt in der Winterzeit umsetzten können“, so Thomas Gerling. „ Zusammen mit meinem Vater Hermann und meinem Sohn Michel haben wir rund 45 Arbeitsstunden in dieses Projekt investiert.“

Die Ladestation befindet sich gegenüber der Mühle.
Die Ladestation befindet sich gegenüber der Mühle. © Guido Bludau © Guido Bludau

Seit neusten steht jetzt diese Lademöglichkeit für die Besucher der Mühle zur Verfügung. Das passende Grün kommt mit der Zeit“, freut sich Thomas Gerling. „Neben dieser Ladestation haben wir auch in andere Sachen rings um die Mühle investiert.“ Im letzten Jahr gab es eine große Dachreparatur. Auch für 2021 stehen weitere Projekte an. So sind am Stau-Werk Reparaturen nötig.

Erst mal keine Führungen

„Coronabedingt können wir auch in diesem Jahr leider kein Mühlenfest an Pfingsten anbieten. Außerdem werden von uns bis mindestens April/Mai noch keine Mühlenführung stattfinden“, sagt Thomas Gerling.

Hinter den Mauern des alten Kulturdenkmal Tüshaus-Mühle befindet sich weit mehr als nur eine einfache Walkmühle. Als im Jahr 1900 die elektrische Energie immer wichtiger wurde, ließ sich die Tüshaus-Mühle nicht unterkriegen. Mit einem Generator, der eine Leistung von 22 kVA erbrachte, wurde die Mühle modernisiert.

Für Gutshof und Brennerei

Der Strom wurde für die Beleuchtung der Mühle und auch für die Versorgung des damaligen Gutshofs und der Brennerei genutzt. Diese Möglichkeit der Stromerzeugung gibt es bis heute und dient nun dazu die Ladestation für die E Bikes zu speisen.

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Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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