Strom, Wasser und Licht im Bürgerpark: 100.000 Euro zusätzlich nötig

hzBürgerpark Maria Lindenhof

Kultur und Gastronomie: Seit zwei Jahren gibt es ein erfolgreiches Angebot im Bürgerpark Dorsten. Die Stadt will die Infrastruktur am Amphitheater verbessern. Jetzt hängt es an der Politik.

Dorsten

, 05.05.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie und wann es mit dem im Sommer geplanten Kulturprogramm im Bürgerpark Maria Lindenhof los- und weitergehen wird, das steht noch in den Corona-Sternen. Eine gute Nachricht für Veranstalter, Bürgerpark-Verein und Besucher könnte es dennoch aber bereits am Mittwoch (6. Mai) geben.

100.000 Euro nötig

Denn die Dorstener Politik wird dann in der Sitzung des Dorstener Haupt- und Finanzausschusses über einen Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung entscheiden, außerplanmäßig 100.000 Euro aus dem städtischen Haushalt für den Bürgerpark bereitzustellen.

Mit dem Geld soll der Bereich des Amphitheaters und der Kanalterrasse künftig mit Strom, mit einer Wasserver- und Entsorgung sowie Internet ausgestattet werden.

Das von der Dorstener Veranstaltungsagentur „Schaukelbaum“ kuratierte Kulturprogramm, das 2020 bereits zum dritten Mal stattfindet, „ist bereits fester Programmpunkt im städtischen Veranstaltungskalender und zieht jedes Jahr eine größere Anzahl an Besuchern an“, so die Stadt.

Ohne diese Sommerkultur-Reihe sei die Belebung und dauerhafte Nutzung des Parks, der in den nächsten zwei Jahren mit Millionen-Aufwand innerhalb des Stadtumbauprogramms „Wir machen Mitte“ umgebaut werden wird, nicht gegeben.

„Provisorium keine Lösung“

Für die Veranstaltungen im Amphitheater und den Gastronmiebetrieb der von „Schaukelbaum“ betriebenen Kanal-Terrassenbar „Oude Marie“ waren bislang provisorische Sanitärcontainer angemietet worden, die laut Stadt „aber keine Dauerlösung sein können“.

Der Thekenbereich soll an die Wasserversorgung angeschlossen werden.

Der Thekenbereich soll an die Wasserversorgung angeschlossen werden. © Privat

Für die Durchführung des Kulturprogramms, das an Wochenenden von bis zu 2500 Menschen besucht worden ist, „ist ohne öffentliche WC-Anlage sowie Strom- und Internetanschluss nicht durchführbar“.

Zudem sei es notwendig, für die in Zukunft dauerhaft geplante Gastronomie direkt am Kanal die entsprechende Infrastruktur zu installieren.

Die 100.000 Euro müssen deswegen außerplanmäßig bereitgestellt werden, weil die damit geplanten Baumaßnahmen nicht Bestandteil der Landes-Fördermaßnahme „Wir machen Mitte“ sind, sondern deshalb aus städtischen Mitteln finanziert werden müssen.

Synergieeffekte nutzen

Beginnen sollen die Arbeiten noch in diesem Sommer zeitgleich mit den ersten Umbauarbeiten im Park. „Durch die gemeinsame Beauftragung und Durchführung sollen Synergieeffekte im Bauverlauf genutzt werden“, argumentiert die Stadt.

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Die Planung der Ver- und Entsorgungsleistungen sei bereits in die aktuelle Planung integriert, um Mehraufwand zu vermeiden. Beispielsweise werden im Zuge der Fördermaßnahme Leitungsgräben ausgehoben, die dann direkt für die neuen Leitungen zum Amphitheater mit genutzt werden könnten.

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