Besondere Lernatmosphäre: Studenten drehten Film über die Montessori-Reformschule

hzFilmprojekt

Studenten der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen haben einen Film über die Montessori-Reformschule gedreht. Er dokumentiert den Schulalltag und die besondere Lernatmosphäre in Wulfen.

Wulfen

, 11.02.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zehn Jahre gibt es die Montessori-Reformschule in Wulfen inzwischen. Ihre Namensgeberin Maria Montessori wurde vor 150 Jahren geboren. Eine fünfköpfige Studentengruppe der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen hat den Schülern und Lernbegleitern jetzt ein ganz besonderes Geschenk gemacht.

Zehn Stunden Filmmaterial aufgenommen

Die Stundenten drehten einen Film über den Montessori-Campus an der Dülmener Straße, der Einblicke in den Schulalltag und die besondere Lernatmosphäre gibt. Fünf Drehtage verbrachte die Projektgruppe an den beiden Schulen, um die Arbeit im Sinne der Montessori-Pädagogik festzuhalten.

Dabei sind über zehn Stunden Filmmaterial zusammengekommen, aus denen die Gruppe fünf Minuten zusammengeschnitten hat. An ihrer Hochschule sind die Studenten nach Angaben der Schule „in besonderem Maße für ihre ausgezeichnete Arbeit geehrt worden“, der Film ist nun auch auf der Homepage der Grund- und der Realschule zu sehen.

Die Montessori-Schulen arbeiten nach den Lehrplänen und Richtlinien des Landes NRW, organisieren das Lehren und Lernen jedoch ein wenig anders. In jahrgangsgemischten Klassen arbeiten die Kinder und Jugendlichen oftmals an selbst gewählten Arbeiten und Projekten. „Uns ist es wichtig, alle Schüler dort abzuholen, wo sie stehen und sie entsprechend ihrer Stärken und Schwächen zu fördern“, so Jan Gödde, stellvertretender pädagogischer Schulleiter der Realschule.

Dialog und schriftliche Entwicklungsberichte

Einer der größten Unterschiede zu anderen weiterführenden Schulen ist neben der Arbeitsweise auch die Leistungsbewertung. „Wir setzen auf den Dialog und auf schriftliche Entwicklungsberichte“, betont Gödde. „Punktuelle Arbeiten, die mit einer Note versehen werden, sind für uns nicht aussagekräftig genug.“

Zu den Ferien erhalten alle Schüler einen Bericht mit Rückmeldungen aus jedem einzelnen Fachbereich, versehen mit Hinweisen und Tipps, was jeder Einzelne tun kann. „Das ist für meine Kollegen wesentlich zeitaufwändiger, aber dann weiß jeder Schüler, was er kann und an welcher Stelle er sich weiterentwickeln könnte“ ,erklärt Schulleiterin Susanne Schulte.

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