Tagespflegeeltern zeigen der Stadtverwaltung die kalte Schulter

Tagesmütter und -väter beklagen fehlendes Mitspracherecht Aber an der Gründung einer Interessenvertretung zeigen dennoch nur wenige Interesse. Die Stadtverwaltung ist ratlos.
Tagesmütter und -väter betreuen in Dorsten rund 180 Kinder unter drei Jahren. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

In Dorsten gibt es rund 60 Frauen und Männer, die als Tagespflegepersonen rund 180 Kinder betreuen. Sie leisten eine wichtige Arbeit für die Familien in dieser Stadt. Dennoch fühlen sie sich nicht hinreichend wertgeschätzt und beklagen ein mangelndes Mitspracherecht bei Regelungen und Vergütung.

Trotz eines rechtlich nicht verankerten Mitspracherechts hat die Stadt den Versuch unternommen, einen regelmäßigen Austausch zwischen der Behörde und den Tageseltern zu installieren. Bisher leider ohne durchschlagenden Erfolg, wie Dezernentin Nina Laubenthal unlängst im Jugendhilfeausschuss berichtete.

Geplant war eine legitimierte Vertretung der Tagespflegepersonen in Dorsten, mit der man auch über Richtlinien und ihre Umsetzung vor Ort im Gespräch bleiben will.

Bisher geringe Resonanz auf die Initiative der Stadt

Per E-Mail habe die Stadt das Interesse an einem solchen Gremium abgefragt, berichtete Nina Laubenthal, mit der Bitte um ein Feedback bis zum 21. Mai. „Bisher haben sich allerdings nur 20 Prozent der Angesprochenen geäußert, manche positiv, andere negativ.“ Die bislang geringe Resonanz erlaube kein abschließendes Urteil über die Meinungsbildung unter den Tagesmüttern und -vätern.

Vor allem aber sehe es noch nicht danach aus, dass aus den wenigen Rückmeldungen eine wirkliche Interessenvertretung der ganzen Personengruppe gebildet werden könne.

Haltern am Abend

Täglich um 19:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.