Tipp kam aus dem Kloster

Ab heute gibt es beim «Essen auf Rädern» auch ein vegetarisches Menü

31.05.2007 / Lesedauer: 3 min

Gemeinsam mit zwölf weiteren Interessentinnen warf sie einen Blick hinter die Kulissen, ließ sich von Küchenchef Andreas Nagel zeigen, wie im Seniorenzentrum St. Anna das «Essen auf Rädern» zubereitet und transportiert wird. Zum krönenden Abschluss gab es dann etwas Leckeres auf den Teller: Gefüllte Zucchini-Röllchen mit Reis und Kartoffelpüree, als Nachtisch frische Erdbeeren - die Vor-Premiere für ein neues vegetarisches Mittagsangebot, das Caritas-Kunden als Alternative zur Vollkost, leichter Vollkost und Diabeteskost ab sofort täglich bestellen können. Die Anregung war von Schwester Johanna gekommen. Die Dorstener Ursulinen lassen sich nämlich an den Tagen, an denen der eigene Koch frei hat, von der Caritas kulinarisch versorgen. Und nachdem eine Gästegruppe, die sich rein vegetarisch ernährt, ihr spezielles Menü ausdrücklich lobte, fragte Schwester Johanna bei Caritas-Geschäftsführer Klaus Schrudde an: «Können Sie das nicht zur ständigen Einrichtung machen?» Gesagt, getan. Ab heute können Senioren oder Kranke, die in Dorsten oder Kirchhellen ihr frisch zubereitetes dreigängiges Mittagsmenü nicht mehr selbst kochen können, bei der Caritas zum Festpreis von 4,95 unter vier Mahlzeiten wählen. Dafür, dass das zwischen 11.30 und 13 Uhr gelieferte Essen richtig temperiert ist, sorgen besondere Heißluftherde, die in die sieben Zulieferautos montiert wurden. «So können wir garantieren, dass auch bei der weitesten Anfahrt das Essen noch heiß und appetitlich ist», verspricht Klaus Schrudde, «schließlich liefern wir im gesamten Dekanatsgebiet aus - und dazu gehört Kirchhellen-Grafenwald ebenso wie das hinterste Rhade.» Die Essensbestellung könne noch bis 9 Uhr morgens geändert werden, der abwechslungsreiche Speiseplan wiederhole sich nur alle drei Monate. «90 000 Essen haben wir 2006 ausgeliefert, die Nachfrage steigt jährlich um rund zehn Prozent», rechnet Schrudde angesichts der demografischen Entwicklung mit weiteren Zuwachsraten. Das Alter der Kunden liegt heute im Durchschnitt bei 77 Jahren - und der Anteil der älteren Mitbürger wächst von Jahr zu Jahr. Täglich werden derzeit in St. Anna mehr als 500 Mahlzeiten frisch zubereitet, 270 davon als «Essen auf Rädern», die anderen für die Caritas-Heimbewohner in Dorsten und Lembeck. Dass alle mit der Qualität sehr zufrieden sein können, bescheinigt ein Lob aus berufenem Munde. Auch Schwester Monika, die früher als begnadete Köchin und Bäckerin die Dorstener Ursulinen verwöhnte, war beim «Test-Termin» dabei. Ihr Urteil: «Genauso gut wie das Essen, das uns die Caritas ins Kloster liefert.» kdk

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