Treffpunkt Altstadt: Mehr Wirkung, aber Umbau teurer als geplant

hzWir machen Mitte

Im Stadtbild von Dorsten unübersehbar machen die Bauarbeiten für den runderneuerten Treffpunkt Altstadt Fortschritte. Beim „Richtfest-Ersatz“ kamen auch die gestiegenen Kosten zur Sprache.

Dorsten

, 10.10.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer die Dorstener Innenstadt auf ihrer Hauptverkehrsachse von Nord nach Süd durchquert, dem fällt aus dieser Richtung die beindruckende Stahl-Beton-Konstruktion, die derzeit an der Gladbecker Straße entsteht, sofort ins Auge: der neue Anbau für den Veranstaltungsaal des Treffpunkts Altstadt.

Vorn zur Straße hin ist das künftige Podest des Bühnenbereichs, der auch als Gruppenraum nutzbar ist, zu sehen. Dahinter das Gerippe für den großen Multifunktionsraum, der Platz für 400 Besucher aufweisen wird. Auch der neue Eingang des Gebäudes, das künftig von der Stadtseite her erreichbar sein, ist bereits zu erkennen.

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Die Tatsache, dass sich das derzeit runderneuerte, weil schwer in die Jahre gekommene städtische Begegnungszentrum mit dem neuen Anbau so sehr ins Blickfeld geschoben hat, freut Dorstens Stadtbaurat Holger Lohse ganz besonders. „Als zentraler offener Treffpunkt zeigt sich das Gebäude endlich als im Stadtbild wahrnehmbar und nicht mehr so stiefmütterlich versteckt“, betonte er am Freitag.

Gedenktafel enthüllt

Normalerweise hätte an dem Tag das Richtfest zur Errichtung der Dachkonstruktion stattfinden sollen, Corona-bedingt fiel es flach. Deswegen enthüllten Vertreter von Stadt und Architekturbüro an der Eingangswand eine „Gedenktafel“, die auch das neue Logo des Soziokulturellen Zentrums zeigt.

Enthüllten die Gedenktafel (v.l.) : Architekt Ralph Röwekamp, Jugendamtsleiter Stefan Breuer, Christian Joswig (Leiter Treffpunkt Altstadt) und Holger Lohse (Stadtbaurat)

Enthüllten die Gedenktafel (v.l.): Architekt Ralph Röwekamp, Jugendamtsleiter Stefan Breuer, Christian Joswig (Leiter Treffpunkt Altstadt) und Holger Lohse (Stadtbaurat) © Michael Klein

Bis Ende 2020 soll der Anbau mit Dach und Wänden stehen, auch die technische und bauliche Infrastruktur des alten Gebäudetrakts soll bis dahin renoviert sein. Im kommenden Jahr geht es dann an das „Innenleben“ des Neubaus.

Darüber hinaus wird dann der Skaterpark errichtet, bei dessen Aussehen die künftigen Nutzer mitreden konnten, zudem werden die Außenanlagen samt neuem Vorplatz und die Grünflächen gestaltet. Außerdem wird es Arbeiten am Kletterpark geben. Im Herbst 2021 ist die Wiedereröffnung geplant.

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Mit 4,6 Millionen Euro war die Umgestaltung bei der Erstplanung vor vier, fünf Jahren angesetzt, die im Stadtumbauprogramm „Wir machen Mitte“ zu 90 Prozent von EU, Bund und Land gefördert wird. Inzwischen ist man bei rund 5 Millionen Euro angelangt.

Dass die finanzielle Situation so angespannt ist, hängt laut Stadt mit der Konjunkturentwicklung und der Preissteigerung im Baugewerbe zusammen, zum Teil mussten auch Ausschreibungen wiederholt werden. Außerdem wird der Skaterpark teurer als gedacht.

Neue Fördermittel beantragt

Durch „Kostensteuerungsprozesse“ und die „Reduzierung baulicher Standards“ versucht die Stadt, die Kosten in den Griff zu bekommen. Noch stehen einige Ausschreibungen aus. Die Stadt hat inzwischen bei der Bezirksregierung eine weitere Aufstockung im sechsstelligen Euro-Bereich beantragt. Laut Holger Lohse gibt es dafür noch keine Bewilligung.

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