Ulla Nowak und ihre Nachbarin Irmgard bei ihrer Müllrunde durch Wulfen-Barkenberg © Guido Bludau
Umweltschutz

Ulla Nowak ist der Müll anderer Menschen in der Natur ein Graus

Achtlos in die Natur geworfene Verpackungen und anderer Müll waren für die Barkenbergerin Ulla Nowak schon immer ein Ärgernis. Deshalb tut sie jetzt etwas dagegen - und bekommt Hilfe dabei.

Ulla Nowack war der Müll, den sie so oft beim Spazierengehen entdeckte, ein Graus. Also entschied sie irgendwann, ihn einzusammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen. „Es ist einfach erschreckend, wie viel Müll doch links und rechts neben den Wegen zu finden ist“, ärgert sie sich.

„Trotz zahlreicher Mülleimer, die überall in unserem Ort zu finden sind, liegt der Dreck oft einfach nur daneben. Es ist sehr schade, dass die paar Schritte weiter für die Verursacher zu viel waren“, so die Barkenbergerin.

Ulla Nowak mit Hund Lilly.
Ulla Nowak mit Hund Lilly © Guido Bludau © Guido Bludau

Sie sammelt Müll auch bei anderen Gelegenheiten

Regelmäßig macht sie bei ihren Spaziergängen Halt, um den Dreck anderer Menschen aufzuheben. Ausgestattet mit Müllsack, Einweghandschuhen und Greifzange, wird der gesammelte Müll dann korrekt im nächsten Mülleimer oder daheim entsorgt. Zunächst machte Ulla Nowack nur Müllrunden in ihrem Ortsteil beim Gassigehen mit dem Hund Lilly. Doch mittlerweile ist es schon fast zur Gewohnheit geworden und sie kann es auch bei anderen Gelegenheiten nicht lassen.

„Letztens war ich am Bahnhof in Dorsten unterwegs und habe auch sofort den vielen Müll gesehen, der einfach achtlos auf der Straße lag. Alle Sachen, an denen ich vorbeigekommen bin, habe ich kurzerhand aufgehoben und entsorgt“, so Ulla Nowak. Sie sagt: „Ich bin gerne an der frischen Luft und der Hund muss ja eh regelmäßig raus.“

Unterstützung von ihrer Nachbarin

Ulla hat auch schon eine Nachbarin von ihrem Projekt überzeugt.

Sie geht regelmäßig mit, um sich fit zu halten und hilft so, ihre Umwelt sauberer und schöner zu machen.

Die Stadtreinigung ist der Masse an achtlos weggeworfenen Dingen nicht gewachsen. Deshalb wäre es schön, wenn mehr Menschen so denken wie Ulla Nowak, aber am allerbesten wäre es natürlich, wenn die Verursacher erst gar keinen Anlass schaffen, für dieses Problem. Mülleimer am Wegesrand gibt es ja eigentlich genug, auch wenn man mal einen Schritt mehr gehen muss.

Mittlerweile gibt es auch schon Sportler, die bei ihren Workouts an der frischen Luft mithelfen: So hat sich mit „Plogging“ eine Nebenform des Joggens etabliert, bei dem sich nach jedem Müllstück gebückt wird. Ganz nach dem Motto: Jedes Teil zählt. Müllvermeidung muss trotzdem an erster Stelle stehen, denn am besten ist der Müll, der gar nicht erst entsteht.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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