Unfallfluchten zeigen, wie es um unsere Gesellschaft steht

hzKlare Kante

Zweimal nacheinander sind Fahrer in Dorsten abgehauen, nachdem sie einen Menschen angefahren haben. Dazu ein Kommentar.

Dorsten

, 11.12.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unfälle sind schlimm, wenn Menschen verletzt werden. Am Montag war es in Dorsten ein zwölfjähriges Kind. Am Mittwoch eine 42-jährige Frau. Beide wurden von Autos angefahren. Statt sich aber um die Verletzten zu kümmern, sind die Fahrerin bzw. der Fahrer abgehauen. Einfach so. So, als ob es sie nichts anginge, dass sie jemandem Schaden zugefügt haben.

Dorsten diskutiert darüber. Was geht in diesen Fahrern vor? Wahrscheinlich nichts. Rücksichtloses Verhalten auf der Straße ist nichts Besonderes. Jeder kann das jeden Tag auf jeder beliebigen Straße in jeder beliebigen Situation erleben.

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Unsere beiden Unfallflüchtigen befinden sich in „bester“ Gesellschaft. Denn die Gruppe der Unfallflüchtigen ist mächtig gewachsen. Darauf deuten die neuesten Zahlen des Innenministeriums hin. Demnach ist Unfallflucht zum Volkssport geworden.

Wenn aber ein so großer Teil unserer Mitbürger nichts mehr auf die Regeln und Gesetze gibt, verantwortungslos und gefühllos handelt und rücksichtslos eigenen Befindlichkeiten folgt, dann ist das eine bedenkliche Entwicklung. Eine, die auf die Verliererstraße führt.

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