Ungeziefer: So beugen Sie Madenbefall vor - und so bekämpfen Sie ihn

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Wie schütze ich meine Mülltonnen vor Madenbefall? Und wie gehe ich dagegen vor? Hier sind alle Antworten auf Fragen rund ums Thema Vorbeugung und Bekämpfung von Maden im Sommer.

von Bianca Glöckner, Felix Mühlbauer

Dorsten

, 22.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Durch die Hitze im Sommer locken Lebensmittelreste in der Mülltonne Fliegen aller Art an. Das feuchtwarme Klima in der Mülltonne bietet geradezu ideale Brutbedingungen. Passt man nicht auf, entwickeln sich schon nach kurzer Zeit lästige Maden. Doch was ist zu tun, wenn Maden den Bio-Müll bevölkern? Ursula Eickmeier, Abfallberaterin des Entsorgungsbetriebes Dorsten (EBD), beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie kann ich Madenbefall vorbeugen?

Fliegen legen ihre Eier gerne an Abfällen ab, die tierisches Eiweiß enthalten (Fleisch, Knochen, Wurst, Käse, Fisch). Solche Abfälle sollten also nicht lange offen in der Küche stehen, sondern unverzüglich in die Tonne gegeben werden. In die Biotonne sollten diese Abfälle nur, wenn sie gut in Papier eingewickelt werden. Wenn die Abfälle in eine Plastiktüte gegeben werden, müssen sie im Restmüll entsorgt werden. Wichtiger Tipp für die Gelbe Tonne: Verpackungen von Lebensmitteln sollten möglichst vollständig entleert werden, damit Fliegen dort keine Nahrung finden.

Abfallberaterin Ursula Eickmeier vom EBD gibt Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Madenbefall im Sommer.

Abfallberaterin Ursula Eickmeier vom EBD gibt Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Madenbefall im Sommer. © Rüdiger Eggert (A)

Darf Rasenschnitt in die Biotonne?

Ja. Um Gerüche zu vermeiden, kann der Rasenschnitt zuvor leicht angetrocknet werden. Das muss aber nicht sein.

Wo liegt die Schwachstelle zum Schutz vor Madenbefall? Worauf muss ich achten?

Problematisch sind Abfälle, die tierisches Eiweiß enthalten. Dort legen die Fliegen gerne ihre Eier ab, aus denen sich dann die Maden entwickeln. Die entsprechenden Abfälle dürfen nicht lange an der frischen Luft liegen. Sie müssen unverzüglich eingewickelt und im Küchenmülleimer oder in der Mülltonne entsorgt werden. Auch der Deckel des Küchenmülleimers sollte stets geschlossen sein.

Ganz grundsätzlich: Kann ich auch kompostierbare Kunststofftüten verwenden?

Nein, das ist in Dorsten nicht zulässig. Laut EU-Verordnung darf ein Kunststoff als kompostierbar bezeichnet werden, wenn er innerhalb von zwölf Wochen zu 90 Prozent in Teile zersetzt wird, die kleiner als 2 Millimeter sind. Allerdings verbleibt der Dorstener Bioabfall bei Weitem keine zwölf Wochen in der Kompostierungsanlage. In der fertigen Komposterde befinden sich dann noch deutlich erkennbare Kunststoffteile, die dann in unseren Gärten oder in der Landwirtschaft sichtbar verteilt würden.

Wir weisen daher immer wieder darauf hin, dass der Einsatz solcher Tüten unterbleiben soll. Viele Bioabfälle können unverpackt in die Biotonne. Ist das nicht möglich oder erwünscht, können die Abfälle in ein Blatt Zeitungspapier oder die alte Brötchentüte (aus Papier) gewickelt werden. Es können auch Papiertüten für Bioabfälle benutzt werden, die es in vielen Geschäften zu kaufen gibt.

Muss ich sonst noch etwas beachten?

Die Tonne sollte nach Möglichkeit im Schatten stehen und der Deckel sollte geschlossen sein. Sollten doch Maden in der Tonne sein, können diese mit einfachem Kochsalz bestreut werden. Maden sind auch nicht als Krankheitsüberträger bekannt. Sie sind „nur“ ekelig.

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