Rechtsanwalt Burkhard Benecken hat erneut Revision eingelegt. © Martin von Braunschweig
Urteil in Dortmund

Urteil im „Pizza-Prozess“: Angeklagter legt erneut Revision ein

Nach einem blutigen „Pizzastreit“ in Wulfen-Barkenberg vor acht Jahren wurde jetzt das dritte Urteil gesprochen. Beendet ist die juristische Auseinandersetzung aber noch immer nicht.

Im Mittelpunkt des Streits stand im Oktober 2013 ein Pizza-Auslieferungsfahrer, der seinen beiden Chefs aus heiterem Himmel eröffnete, er würde fortan für die Konkurrenz arbeiten. Als dann wenig später die beiden ehemaligen Arbeitgeber auf der Straße in Wulfen-Barkenberg auf die neuen Chefs trafen, eskalierte die Situation.

Einer der Männer soll zunächst mit einem Gürtel auf seine Kontrahenten eingeschlagen haben. Ein anderer zückte sogar ein Messer und stach zu. Die Klinge durchtrennte die Leber des Opfers. Nur eine Notoperation rettete dem Mann damals das Leben.

Bewährungsstrafe verhängt

Nach zwei Urteilen am Essener Landgericht und zwei erfolgreichen Revisionen am Bundesgerichtshof war nun das Dortmunder Landgericht aufgerufen, endlich ein Urteil zu fällen. Weil der Messerstecher jedoch längerfristig erkrankt ist, wurde erst einmal nur gegen den Gürtelschläger verhandelt.

Der Dorstener war zuletzt zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. In Dortmund kam er nun wegen der überlangen Verfahrensdauer mit einer Bewährungsstrafe von acht Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung davon.

Doch auch damit will sich der Angeklagte nicht zufrieden geben. Zusammen mit seinem Verteidiger Burkhard Benecken hat er erneut Revision eingelegt.

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