Vestische überlässt Fundsachen dem Kinderschutzbund

Großzügige Geste

Einen von insgesamt elf gefüllten großen blauen Plastiksäcken haben Sieglinde Metschl und Lisa Lüdtke vom Dorstener Kinderschutzbund (DKSB) schon ausgepackt: "Man glaubt ja gar nicht, welch hochwertige Dinge die Leute im Bus liegen lassen", freuen sich die beiden Mitarbeiterinnen über die Fundsachen, die sie regelmäßig von den Vestischen Straßenbahnen bekommen.

Dorsten

, 13.12.2016, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Helm, Sportschuh und Regenschirm - Sieglinde Metschl (l.) und Lisa Lüdtke vom Kindeschutzbund Dorsten haben alle Hände voll zu tun, um die vielen Säcke voller Fundsachen auszupacken, die ihnen die Vestische regelmäßig überlässt.

Helm, Sportschuh und Regenschirm - Sieglinde Metschl (l.) und Lisa Lüdtke vom Kindeschutzbund Dorsten haben alle Hände voll zu tun, um die vielen Säcke voller Fundsachen auszupacken, die ihnen die Vestische regelmäßig überlässt.

Was in den Bussen der Vestischen liegen bleibt, wird drei Monate lang im Fundlager in Herten aufbewahrt. Danach klingelt’s dann wieder in der Geschäftsstelle des Dorstener Kinderschutzbundes in der Wiesenstraße: "Braucht ihr was? Unser Lager ist proppenvoll. Ihr könnt gerne vorbeikommen."

Lager in Herten

Also lenkt Sieglinde Metschl ihr großes Auto Richtung Herten, um die vergessenen Fundsachen einzuladen: Fahrradhelm und Steppjacke, Regenschirm und Tornister, Sporttasche und Sportschuhe, die teilweise sogar noch frisch gekauft mit angeklebtem Preisschild im Schuhkarton stecken, sortiert sie für den Second-Hand-Kinderladen des DKSB aus. "Schauen Sie sich nur die tollen Trikots von S04, Borussia Dortmund und Bayern an - die waren richtig teuer!"

Was der Kinderschutzbund nicht gebrauchen kann, wird an andere Einrichtungen weitergeben: an die Flüchtlingsbetreuung, den Kaktus-Laden in Hervest, an das Sozialkaufhaus der Diakonie Marl, den Förderverein bundesdeutscher Hilfsdienste, ebenfalls in Marl, und andere Stellen.

"Die unzähligen Brillen landen über die Optikergeschäfte sogar in Afrika und Asien", sortiert Sieglinde Metschl die vielfältigen Sehhilfen in einen Extra-Karton. "Wir haben auch schon Trolleys, die Arbeitsjacke eines Kochs und andere skurrile Fundsachen bekommen", wundert sich Sieglinde Metschl. Besonders schleierhaft kommen ihr aber der vergessene Rollator und die Krücken vor: "Ich frage mich: Wie sind die Leute nur aus dem Bus gekommen?"

Beim DKSB, Wiesenstraße 8, ist der Laden geöffnet: Mo und Mi von 9 bis 13 Uhr; Di von 10 bis 14.30 Uhr und Do von 9 bis 14.30 Uhr.

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