Kahlschlag auf vier Kilometern Länge an einer Landstraße bei Lembeck (mit Video)

hzPflegemaßnahme

Seit dem 1. Oktober darf Gehölz wieder radikal zurückgeschnitten werden. An der L 608 bei Lembeck wurden nun im großen Stil Bäume gefällt und Sträucher geschnitten.

Lembeck

, 08.11.2019, 04:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf einem vier Kilometer langen Teilstück der L 608 bei Lembeck sind im großen Stil Bäume gefällt und Sträucher geschnitten worden. Ein erschrockener Leser aus Lembeck meldete sich in der Redaktion und berichtete von einem „großen Kahlschlag“. Es könne doch nicht sein, „dass einfach so viele Bäume und Sträucher abgeschnitten werden. Wir haben doch jetzt schon kaum noch Insekten.“

Video
Kahlschlag an L608 bei Lembeck

Die Böschung in diesem Bereich sei jahrelang nicht richtig gepflegt worden, erklärt Bianca Kläsener, Betriebsdienstleitung Marl bei Straßen.NRW. Der Bestand sei deshalb „auf den Stock gesetzt“ worden. Bei dieser radikalen Pflegemethode wird Gehölz etwa auf Kniehöhe abgeschnitten.

Diese Maßnahme darf laut Bundesnaturschutzgesetz nur zwischen 1. Oktober und Ende Februar durchgeführt werden, um Brut-, Nist- und Lebensstätten vieler Tiere und Pflanzenarten zu schützen.

„Bäume und Sträucher treiben wieder aus“

„Das sieht jetzt im ersten Moment nach Kahlschlag aus“, räumt auch Bianca Kläsener ein. „Aber die Bäume und Sträucher treiben unten wieder aus.“ Im Zuge des Rückschnitts seien auch kranke Bäume entfernt worden, die nicht mehr standfest gewesen seien. „Wir haben auch viel minderwertiges Holz rausgenommen, es gab viele Dürreschäden.“

„Das wächst wieder nach“, versichert die Betriebsleiterin. Die übrig gebliebenen, freigestellten Bäume könnten sich nun außerdem wieder besser in die Breite entwickeln. „Das sieht im Frühjahr alles schon wieder ganz anders aus, wenn die Sträucher wieder ausgeschlagen haben.“

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