Vorsorge-Offensive gegen Kyrills Kinder

DORSTEN Das große Aufräumen in Dorstens Wäldern ist überwiegend abgeschlossen. Ein Jahr danach geht es nun darum, die von Kyrill verwüsteten Schneisen zu schließen und sich gegen die Orkane der Zukunft zu wappnen.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 16.01.2008, 14:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vorsorge-Offensive gegen Kyrills Kinder

Stadtförster Bernhard Dieckmann von Blanckenburg misst den Stammumfang der neugepflanzten Buchen.

Wie derzeit in Lembeck, wo im 250 ha großen Forst von Heinz Schwenk 2092 junge Buchen gesetzt wurden, haben in zahlreichen Waldflächen Aufforstungsarbeiten begonnen.

"Einen echten Schutz gegen die Stürme der Zukunft kann es nicht geben", relativiert Stadtförster Bernhard Dieckmann von Blanckenburg die Hoffnung, dass nach Kyrill das Schlimmste überstanden sei, "im Gegenteil: Weil dieser Orkan das Wurzelwerk ,überlebender' Bäume nachhaltig geschädigt hat, würde jetzt schon ein Sturm geringerer Stärke genügen, um erneut vergleichbaren Schaden anzurichten."

Schadensbegrenzung

Aber dieser Schaden lässt sich begrenzen. Ein Rezept wird jetzt in Lembeck praktiziert. Weg von der Monokultur heißt die Devise. Weil 95 % des in Dorsten entstandenen Schadens in Nadelbaumbeständen ("vor allem Kiefer, aber auch Lärche und Fichte") angerichtet wurden, setzen die Waldbesitzer der Dorstener Forstbetriebsgemeinschaft für die Zukunft auf widerstandsfähigen Mischwald.

Zudem sollen dort, wo es möglich ist, Eichen-Riegel als vorgelagerte "Windbrecher" die stärker gefährdeten Baumarten schützen. Außerdem sollen die Bäume nicht zu eng stehen: "Ein Wald soll durchblasbar sein, steht er dicht wie eine Mauer, dann fällt er schneller dem Sturm zum Opfer."

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