Warum Hinweis-Schilder für den neuen Hohe Mark Steig bereits heruntergefallen sind

hzFernwanderweg

Die Ausschilderung für den neuen touristischen Vorzeige-Wanderweg „Hohe Mark Steig“ hat auch in Dorsten begonnen. Doch dabei hat es eine Panne gegeben.

Dorsten

, 06.02.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ausschilderung für den touristischen Fernwanderweg „Hohe Mark Steig“, der ab Juni auf 160 Kilometern von Olfen bis Wesel verlaufen soll, hat auch auf Dorstener Stadtgebiet begonnen. Doch dabei ist es zu einer Panne gekommen.

Darauf wies uns Leser Bernd Bahde aus Lembeck hin.

Vor Wochen hatte er Schilder an Bäumen entdeckt, die auf pinkfarbenem Grund den Verlauf des von RVR und Naturpark Hohe Mark initiierten Wanderweges anzeigen. Nun musste er aber feststellen, dass bereits ein guter Teil dieser Schilder nahe Schloss Lembeck verschwunden ist.

„Am falschen Ende gespart“

„Offenbar wurde hier leider am falschen Ende gespart, indem die Schilder großenteils nur mit Kleber angebracht wurden“, so Bahde. Wohl deswegen seien sie nach einer Weile einfach wieder heruntergefallen („hier und da lagen sie noch unter den Bäumen“) oder von Unbekannten „entsorgt“ worden. Sinnvoller wäre es laut Bahde gewesen, „die Schilder in größerer Höhe und mit Nägeln anzubringen, wie es auch bei den Reitwegen im Hagen gemacht worden ist“.

Jetzt lesen

RVR-Sprecherin Barbara Klask führt die feuchte Jahreszeit für das Herunterfallen der Schilder ins Feld. „Kleber wird allseits verwendet, um den Bäumen nicht zu schaden“, erklärt sie: „Witterung und Untergrund spielen dabei natürlich eine große Rolle, sodass es durchaus in wenigen Fällen dazu kommen kann, dass der Kleber erst nach längerer Trocknungszeit durchhärtet.“

Warum Hinweis-Schilder für den neuen Hohe Mark Steig bereits heruntergefallen sind

Die an den Bäumen angeklebten Hinweisschilder sind bereits abgefallen. © Privat

Deshalb habe der beauftragte Sauerländische Gebirgsverein (SGV), der schon im Herbst mit der Ausschilderung begonnen habe, diese angesichts der Jahreszeit zunächst gestoppt: „Die fehlenden Schilder werden im Frühjahr ersetzt“, so Klask.

Leser Bernd Bahde aber nennt einen weiteren „Schildbürgerstreich“ beim „Hohe Mark Steig“: „Am Abzweig Wulfener Straße/L 608 in Lembeck ist direkt neben einem bereits vorhandenen Schilderpfahl für Radfahrer noch ein zweiter installiert worden, der im Wesentlichen nur die Angaben wiederholt.“

Jetzt lesen

Bernd Bahde meint, aus Kostengründen hätte es ausgereicht, „die alten Hinweisschilder zu reinigen und mit Aufklebern auf den neuen Hohe-Mark-Steig hinzuweisen: „Wenn dies symptomatisch für Planung und Ausführung ist, dann sind die Gesamtausgaben von immerhin 1.600.000 Euro erklärbar.“

Hauptwegweiser erforderlich

Darauf angesprochen, sagt RVR-Sprecherin Klask: Für den Hohe Mark Steig „konnten die vorhandenen Schilderpfähle nicht genutzt werden, da sie allein der Ausweisung von regionalen und überregionalen Radwegen in NRW vorbehalten sind.“ Zudem sei an dem angesprochenen Standort ein Hauptwegweiser erforderlich, „da es sich hier um eine Wegekreuzung mit Zuweg und Hauptroute in zwei Richtungen handelt“. RVR Ruhr Grün werde die Situation aber noch einmal prüfen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt