Irritation in Dorsten: Was Corona mit Müllentsorgung zu tun hat

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Etwa 30 Kinder einer Kita in Dorsten befinden sich seit letzter Woche in Quarantäne. Damit sind viele Herausforderungen für die Familien verbunden. Sogar die Müllentsorgung ist geregelt.

Dorsten

, 26.10.2020, 10:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Begleitschreiben, das Eltern von Kindern der Kita Pestalozzistraße in der vergangenen Woche erhielten, sorgte an mancher Stelle für Erstaunen. Es stammte vom städtischen Entsorgungsbetrieb und erklärt, wie die Müllentsorgung in den schwierigen Zeiten möglichst „virenfrei“ ablaufen könnte.

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Der Entsorgungsbetrieb Dorsten (EBD) bietet für Menschen, die sich in angeordnete Quarantäne begeben müssen, seit einigen Monaten bereits einen besonderen Service an – und weist zugleich darauf hin, dass Abfallvermeidung und Trennung jetzt besonders wichtig sind.

Alles in die Restmülltonne

Aufgrund der aktuellen Coronakrise halten sich die Menschen häufiger zuhause auf und produzieren dort mehr Abfall als sonst. Für alle Haushalte, in denen keine infizierten Personen oder begründete Verdachtsfälle leben, gilt das Gebot der Abfalltrennung.

In Quarantänehaushalten hingegen sollen sowohl Restmüll als auch Verpackungsabfälle und Bioabfälle aus der Küche über die schwarze Restmülltonne entsorgt werden. „So können Nachbarn, Hausmeister und letztlich auch die Müllwerker geschützt werden“, bestätigte die Stadtverwaltung jetzt auf Anfrage.

Sämtliche dieser Abfälle sollen in stabile reißfeste Abfallsäcke gefüllt werden. Die Säcke müssen gut verknotet oder zugebunden sein, heißt es vonseiten des EBD. Gartenabfälle können weiterhin über die Biotonne und Papier über die Altpapiertonne entsorgt werden.

Zusätzliche Mülltonne kann nachgeordert werden

Für die Quarantänehaushalte bedeutet die fehlende Abfalltrennung natürlich, dass das vorhandene Restmüllvolumen schnell ausgeschöpft ist. Der Entsorgungsbetrieb möchte die betroffenen Haushalte deshalb nach eigenen Angaben unterstützen, indem zusätzliches Müllvolumen zur Verfügung gestellt wird.

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Voraussetzung dafür ist, dass die Quarantäne tatsächlich schriftlich angeordnet wurde. Diese Bescheinigung muss dem Entsorgungsbetrieb in Kopie vorgelegt werden. „Erst dann kann für den Zeitraum der Quarantäne zusätzliches Restmüllvolumen zur Verfügung gestellt werden.“

Diese Regelung gilt nicht für Personen, die zur so genannten Risikogruppen gehören und lediglich auf Anraten ihres Arztes zuhause bleiben sollten. Weitere Informationen gibt es im Entsorgungsbetrieb Stadt Dorsten telefonisch unter den Rufnummern 02362 / 66 56-03, -05 oder -06 sowie per Mail an info@ebd-dorsten.de

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