Weihnachtsmärkte, Martinsumzüge und Kultur: Immer mehr Absagen

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Die Coronakrise schlägt bei den Veranstaltungen in Dorsten immer mehr durch: Es hagelt Absagen im Stundentakt. Das ist vor allem für Familien mit Kindern traurig. Eine Übersicht.

Dorsten

, 28.10.2020, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Martinsumzüge, Weihnachtsmärkte, Nikolauszüge: In der kalten Jahreszeit finden traditionell viele Veranstaltungen statt, auf die sich vor allem die Dorstener Familien mit ihren Kindern freuen. Doch die aktuelle Entwicklung bei den Corona-Zahlen sorgt dafür, dass solche Planungen nun allesamt ins Wasser fallen werden. Und auch Organisatoren anderer Events haben inzwischen die Reißleine gezogen.

Fast im Stundentakt erreichen unsere Redaktion aktuelle Absagen: von Vereinstreffen, von Bühnenaufführungen, Konzerten und und und. Besonders traurig dürften Großeltern, Eltern und Kinder sein, dass die Martinsumzüge in den Kirchengemeinden in diesem Jahr nicht über die Bühne gehen werden.

Das erste Mal seit 61 Jahren

In St. Marien ist es so, dass der für den 11. November um 18 Uhr geplante Martinszug und die Fackelausstellung im Kindergarten zum ersten Mal seit 61 Jahren nicht stattfinden werden.

Kleiner Ausgleich für traurige Kinderaugen: „Einige der in Dorsten ansässigen Kindergärten haben bereits angekündigt, kleinere alternative Martinsfeiern mit den Kindern intern zu veranstalten“, so Dekanatssekretärin Susanna Schönrock-Klenner.

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Auch der normalerweise am 6. Dezember vom Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Altstadt durchgeführte große Nikolausumzug durch die Innenstadt samt persönlicher Übergabe der Stutenkerle an die Kinder wird „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ gestrichen. „Wir haben vorsorglich bereits verzichtet, Spendendosen aufzustellen“, sagt Organisator Paul Schürmann.

Mr.-Trucker-Weihnachtsmarkt fällt aus

Corona-bedingt fällt in diesem Jahr auch der beliebte Weihnachtsmarkt der Mr. Trucker Kinderhilfe auf dem Zechengelände aus. „Die Vorgaben für ein Hygienekonzept und organisatorische Abläufe können wir als Ehrenamtliche im Verein nicht leisten“, so Norbert Holz, Vorsitzender des Vereins. Die Weihnachts-Sonderverlosung (Autotombola) wird aber in jedem Fall stattfinden.

Auch die „Dorstener Waldweihnacht“ an der Mühlbachranch in Altendorf-Ulfkotte kommt nicht zustande. „Uns hat die Corona-Pandemie voll im Griff und da die Gesundheit an erster Stelle steht, haben wir uns dazu entschlossen, die Waldweihnacht abzusagen“, so Veranstalter Dieter Schötteler.

Auch das "Vinylcafe Schwarzes Gold" auf dem Zechengelände hat vorerst alle Veranstaltungen abgesagt.

Auch das „Vinylcafe Schwarzes Gold" auf dem Zechengelände hat vorerst alle Veranstaltungen abgesagt. © Privat

Auch einige Stadtteilkonferenzen finden nicht statt: Zum Beispiel die für Montag (2. November) vorgesehene Lembecker Porte. Auch die für den 3. November festgelegte „Wulfen-Konferenz“ und eine geplante Sonderkonferenz werden in das Jahr 2021 verschoben.

Kein Brückenschlag

Die Kultur trifft die Coronakrise erneut: Die Dorstener Reihe „Brückenschlag“ zum Beispiel wird keine öffentlichen Veranstaltungen im November mehr anbieten. „Im Einvernehmen mit unseren Partnern haben wir uns entschlossen, diese Veranstaltungen abzusagen“, so Mit-Organisator Franz-Josef Stevens: „Selbstverständlich planen wir, die abgesagten Veranstaltungen zum frühestmöglichen Termin nachzuholen.“

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Wegen der Corona-Entwicklung muss die ursprünglich für Dienstag, 3. November, geplante Abendveranstaltung „Lachen, bis der Arzt kommt“ im Cornelia-Funke-Baumhaus abgesagt werden und wird neu terminiert.

Vinylcafe im „Konzert-Lockdown“

Auch von Heinz-Bernd Töns (Vinylcafe Schwarzes Gold) kommt die Nachricht eines „Konzert-Lockdowns“: „Wir werden erst wieder für Euch da sein, wenn es die Situation erlaubt, etwas zu veranstalten“, so der Konzertorganisator: „Konzerte für maximal 25 Personen machen für uns und die Künstler keinen Sinn und somit hoffen wir auf eine baldige Besserung der Lage.“

Weitere Absagen werden spätestens dann erfolgen, wenn klar ist, mit welchen Auflagen und Verfügungen die Landespolitik auf die zunehmenden Infektionszahlen reagiert. Denn die Maßnahmen werden auch in Dorsten wohl als erstes wieder den Veranstaltungsbereich treffen ...

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