Wieder alles ausverkauft

Gahlen Da zieht das Gahlener November-Festival aus Kapazitätsgründen aus dem Gemeindehaus schon in ein größeres Schützenzelt um und dann das: Wieder alles ausverkauft.

02.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Wieder alles ausverkauft

<p>Das Organisations-Team Matthias Jaworski, Manuel Sankuhl und Klaus Gutzmer hat mit dem diesjährigen Programm für ein ausverkauftes Schützenzelt gesorgt. Klein</p>

"Mit einem solchen Ansturm hatten wir nicht gerechnet", sagte Yvonne Herzig, Jugendleiterin der veranstaltenden Evangelischen Kirchengemeinde Gahlen. Und dies trotz erhöhter Eintrittspreise von vier Euro (Tagesticket) sowie sieben Euro (Festival-Ticket).

Mietkosten einspielen

"Die traditionelle Ein-Euro-Karte konnten wir in diesem Jahr nicht aufrecht erhalten", so Matthias Jaworski vom dreiköpfigen Organisations-Team, das sich aus der Ten Sing-Gruppe rekrutierte. Denn: "Wir müssen die Mietkosten für das Schützenzelt und den Bierwagen von mehr als 2 000 Euro einspielen, außerdem ist die Technik diesmal größer und teurer."

Gestern, erster von zwei Festival-Tagen, Ortstermin am Törkentreck. Ein Trupp grünberockter Schützen überquert die Kirchstraße, auf ihrem Schützenfest-Platz haben aber augenblicklich andere alle Hände voll zu tun. Matthias Sankuhl, Klaus Gutzmer, Matthias Jaworski und ihre Helfer-Crew schleppen Lautsprecher-Boxen, bauen die Lichttechnik auf, denn um 16.30 Uhr soll die Bühne für den Sound-Check der ersten Band hergerichtet sein.

Vor einem halben Jahr begannen die Vorbereitungen, wurden die Gruppen engagiert. "Wir haben Wert darauf gelegt, eine gute Mischung aus lokalen Bands und bereits bekannten Formationen präsentieren zu können", so Matthias Jaworski. Der heutige Festival-Samstag ist dafür exemplarisch: Nach Candy Car, Sea Major, Meconium und 1000 (alle aus dem hiesigen Raum), werden Le Chat Noir aus England, die sich gerade auf Europa-Tournee befinden, und "Marla Turns Pale" mit gitarrenbetontem, hochmelodischem Indierock die Bühne entern.

Bald noch größer

350 Zuschauer fasst das Schützenzelt, gestern ging es mit sechs Rock-Bands schon heftig zur Sache. Angesichts des Riesen-Erfolges ist für Yvonne Herzig und ihre Mitstreiter schon jetzt klar, dass im nächsten Jahr eine noch größere Zelt-Variante gemietet werden muss.

Ein Festival wächst und vielleicht erkennt auch irgendwann der Döner-Mann nebenan den PR-Effekt einer solchen Veranstaltung. "Er wollte uns finanziell nicht unterstützen", bedauert Yvonne Herzig. "Dabei macht der an diesem Wochenende Kohle ohne Ende." MK

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