Wilde Müllkippen: Stadt Dorsten kürt die „Sauerei des Monats“

Umweltverschmutzung

Mit einer neuen Kampagne will die Stadt Dorsten auf der Problem der wilden Müllkippen aufmerksam machen. Die „Sauerei des Monats“ August wurde in Rhade gesichtet.

Dorsten

, 17.08.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rund ein Kubikmeter Hausmüll wurde an diesem Mülleimer in Rhade abgeladen. Für die Stadt die "Sauerei des Monats" August.

Rund ein Kubikmeter Hausmüll wurde an diesem Mülleimer in Rhade abgeladen. Für die Stadt Dorsten ist es die "Sauerei des Monats" August. © Stadt Dorsten

Das Phänomen ist kein neues: Weil einige zu faul oder geizig sind, Abfälle zum Wertstoffhof zu bringen, entsorgen sie ihren Müll lieber in der Natur oder neben dem nächsten Altglascontainer.

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Diese „Verantwortungslosigkeit der Müllferkel“ ist für die Stadtverwaltung „ein großes Ärgernis, denn während der Verursacher vielleicht ein paar Euro Gebühren spart, kostet das Abholen des Mülls je nach Menge schnell 50 bis 100 Euro und belastet so alle Bürgerinnen und Bürger“, heißt in einer Mitteilung.

Ein Kubikmeter Hausmüll neben Papierkorb in Rhade

Mit einer neuen Kampagne will die Stadt für das Problem sensibilisieren. Regelmäßig kürt sie ab sofort die „Sauerei des Monats“. Den Anfang macht ein Papierkorb am Westerfeldweg/Im Forst in Rhade.

Der war erst kürzlich regulär geleert worden. Nur eine Stunde später erhielt der Entsorgungsbetrieb ein aktuelles Foto der Örtlichkeit, auf dem etwa ein Kubikmeter Hausmüll inklusive Windeln zu sehen war, abgeladen direkt neben dem Papierkorb.

„Die legale Entsorgung am Werstoffhof hätte den Verursacher wenige Euro gekostet“, so die Verwaltung. „Karton und Kunststoffwanne wären kostenfrei angenommen worden.“ Die Kosten für die Beseitigung der „Sauerei des Monats“ August in Rhade lägen hingegen „bei knapp 100 Euro - zu tragen von der Allgemeinheit!“

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