«Wir alle sind reich beschenkt worden»

Gospel-Benefiz-Konzert für eine Kinderkrippe in Indien

22.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Grafenwald «Wir alle sind heute Abend reich beschenkt worden.» Niemand wollte Pfarrer Manfred Stücker am Sonntagabend gegen Ende des Benefiz-Konzertes zu Gunsten von Familia (Indien) widersprechen. Ein leichtes Schmunzeln rief dagegen Stückers fast schon schüchternes «Hallelujah» hervor. Denn zuvor hatten Dutzende von sangesfreudigen Kehlen stundenlang in allen möglichen Stimmlagen den Herrn gepriesen, mit Temperament, Ausdruck und Leidenschaft. Nicht umsonst riss es die Zuhörer in der vollen Kirche der Heiligen Familie immer wieder von ihren Sitzen, um die Akteure auf der Bühne und an der Orgel weiter anzufeuern. Standing Ovations waren eher die Regel als die Ausnahme. Die «Stars» des Abends, Gerald T. Smith und der Chor «Youth 'N' Praise» wurden den hohen Erwartungen nicht nur gerecht. Wer die Zugabe, das hingebungsvoll zelebrierte «Vater unser» mit geschlossenen Augen verfolgte, hätte wohl auf 40 bis 50 Sänger und Sängerinnen getippt. Es waren aber nur zehn, und die zum Großteil nicht einmal 20 Jahre alt! Tolle Stimmen, tolle Arrangements und ein sympathisches Auftreten machte die Sänger und Sängerinnen schnell zu Publikumslieblingen. Keinerlei Berührungsängste hatten die Mitglieder von «Youth 'N' Praise» auch bei gemeinsamen Singen mit den anderen beiden Chören, dem Effata-Chor und der Kirchhellener Gospeljugend, für die das gemeinsame Konzert mit dem Chor aus den USA ein tolles Erlebnis darstellte. Ebenso wie für die Effata-Band. Da machte es auch nichts, dass die Verstärkeranlage an diesem Abend so einige Zicken machte (übersteuerte Mikrofone, Feedbacks): Was blieb, war ein tolles Konzert, das mit dem Titel «Oh happy day» nicht treffender beendet hätte werden können. ber

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