Wird diese Dorstenerin die nächste Shopping-Queen aus der Region?

hzShopping-Queen

Gesichtet wurde der Bus von Shopping-Queen bereits in Dorsten. Aber wer steckt hinter der Shopping-Queen-Teilnehmerin und was hat Opa Heinz mit der Teilnahme zu tun?

Dorsten

, 26.02.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die beliebte Vox-Fernsehsendung Shopping-Queen mit Designer Guido Maria-Kretschmer hat mit Petra (54) eine schillernde Persönlichkeit dazugewonnen. Der Nachname wird aus Datenschutzgründen hier nicht genannt.

Bereits am 5. Februar war im Sozialen Netzwerk Facebook ein Foto vom Shopping-Queen-Bus in Dorsten veröffentlicht worden. Das war der Shopping-Queen-Tag für Petra.

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Aber dass sie überhaupt bei der Sendung mitmachen würde, wusste Petra gar nicht. Ihre Tochter Carolin (19) hatte die 54-Jährige heimlich mit der Hilfe ihrer Freundinnen Ute und Saskia bei Shopping-Queen angemeldet. Zusammen hatten die drei jungen Frauen ein Homevideo gedreht und es zu Vox geschickt. Darin fiel auch der Satz „Meine Mama liebt Türkis.“

Türkis wohin man sieht

Und dass das so ist, sieht man. Die Farbe zieht sich durch das ganze Haus und auch durch den Kleiderschrank und die vergangenen Jahrzehnte. „Mein Brautkleid war auch türkis und mein Abiballkleid damals war es auch“, erinnert sich die Hobby-Chihuahua-Züchterin.

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Petra lebt mit ihrer Tochter Carolin, ihrem Mann Dirk und den drei kleinen Hunden in Dorsten. Die Teilnahme bei Shopping-Queen war als Überraschungs-Hochzeitgeschenk zur Hochzeit mit Mann Dirk in September 2019 gedacht. Aber daraus wurde nichts. Daher war Petra überrascht, als sie rund drei Wochen vor Weihnachten 2019 eine Nachricht von Shopping-Queen bekam, dass sie sich bei Vox melden soll. „Ich hatte erst mal Schnappatmung und war geschockt, damit hatte ich ja nicht gerechnet“, sagt Petra.

„Opa Heinz muss zum Weihnachtskaffee“

Daraufhin hat sie bei Vox angerufen und sich mit einem „sehr netten Mädel“ 20 Minuten unterhalten, bis sie dem „Mädel“ dann sagte: „Ich hab keine Zeit mehr. Opa Heinz muss zum Weihnachtskaffee und ich bin Fahrer.“ Was Petra bei dem Telefonat nicht klar war, war, dass es sich dabei um ein telefonisches Casting handelte. Aber ihre Art sei so gut angekommen, dass sie direkt eine Runde weiter war.

Zwei Tage später war schon Kameramann Kai vor Ort und machte Aufnahmen für die Drehreihe im Essener Großraumgebiet und Umgebung, damit sich die Leute bei Vox einen Eindruck von Petra verschaffen konnten. „Das sorgt für einen bunten Mix an Menschen für die Sendung. Die wollen ja auch nicht fünf 19-jährige Mädels in einer Runde haben“, erklärt Petra. Das Video-Material wird allerdings nicht im Fernsehen gezeigt.

Shopping-Queen als „modisches Wiedererwachen“

Dass die 54-Jährige überhaupt mitmacht, liegt daran, dass sie innerhalb eines Jahres rund 40 Kilogramm abgenommen hat. Das stellte die Dorstenerin vor die Herausforderung, dass sie nicht mehr wusste, was ihr mit der neuen Kleidergröße gut steht. „Ich habe immer nur in einer Boutique in Dorsten gekauft, weil ich mich darin auskannte und wusste, was passt und was mir steht“, sagt Petra.

Shopping-Queen ist für sie somit ein „modisches Wiedererwachen“. „Mir fehlten ja 20 Jahre Boutique-Erfahrung in der aktuellen Kleidergröße“, sagt sie. Also hieß es für Petra „raus aus der Komfortzone und rein in neue Boutiquen in Dorsten“.

Friseurteam hat in Rekordzeit Magie vollbracht

Da Dorsten noch zur Umgebung um Essen gehört, shoppte Petra in der Dorstener City mit der vorgegebenen Zeit von vier Stunden um die Wette. Aussuchen, wo sie shoppt, konnte sie nur bedingt. Vox treffe aufgrund von Drehgenehmigungen immer eine Vorauswahl und daraus könne man sich dann noch Läden aussuchen.

„Alle Verkäuferinnen und Verkäufer waren super nett und mega hilfsbereit“, sagt die Shopping-Queen-Teilnehmerin. Vor allem das Friseurteam habe in Rekordzeit wahre Magie vollbracht. Petra hat den Verkäuferinnen, Verkäufern und dem Friseurteam bereits schokoladig gedankt. „Aber auch die Crew rund um Shopping-Queen war echt super und mega nett“, sagt sie.

Shoppingbegleitung ist Freundin Britta

Als Shoppingbegleitung hätte Petra gerne ihre Tochter Carolin mitgenommen, die ja der eigentliche Grund für die Teilnahme war. Allerdings macht die 19-Jährige ein duales Studium und konnte sich so kurzfristig nicht freischaufeln.

Shopping-Queen Teilnehmerin Hund türkis Schrank Blume

Shopping-Queen-Teilnehmerin Petra in ihrem Heim. © Schulz-Gahmen

Aber Petras Freundin Britta ist wie selbstverständlich zur Stelle gewesen. Die 45-jährige Autoverkäuferin war für die Shopping-Queen-Teilnehmerin „eine fantastische Begleitung“. „Ich hätte niemand Besseren aussuchen können für die Aufgabe“, sagt Petra. Allerdings seien die Drehtage auch anstrengend gewesen. Gegen 9 Uhr morgens sei jeder Drehtag losgegangen, um 22 Uhr sei meist Ende gewesen. Und das mal fünf. Wenn eine Frau shoppen war, saßen die anderen bei ihr Zuhause und wurden dort von einem Kamerateam begleitet.

Guido Maria Kretschmer hat seine Punkte noch nicht verliehen

„Es war echt eine einmalige Erfahrung, allein dass ich von rund 800 bis 1000 Bewerbern ausgewählt wurde, ist schon eine Auszeichnung“, sagt sie. Sie hat ihr Bestes gegeben und hofft, dass sie am Ende bei der Bewertung im Mittelfeld liegt. Guido Maria-Kretschmer wird seine Punktevergabe den Teilnehmerinnen am 28. Februar in Hamburg mitteilen und somit die Shopping-Queen aus dem Raum Essen küren. Wann die Folgen um die „Essener Shopping-Queen“ ausgestrahlt werden, konnte der Sender Vox noch nicht sagen.

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