Wulfener Markt: Leerstand im ehemaligen Globus-Center findet ein Ende

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Die Zwangsversteigerung des Wulfener Marktes liegt auf Eis. Das ehemalige Globus-Center nebenan steht ebenfalls seit zwölf Jahren leer. Das wird sich rasch ändern.

Wulfen-Barkenberg

, 16.12.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zwangsversteigerung der Ladenpassage Wulfener Markt mit den dazugehörigen Wohnungen liegt auf Eis. Das Amtsgericht Dorsten hat auf Antrag der Entwicklungsgesellschaft Wulfen (EW) dem Investor aus Heinsberg, der das Höchstgebot von einer Million Euro abgegeben hatte, den Zuschlag verwehrt.

Nicht zur Zwangsversteigerungsmasse gehört indes das seit 2007 leer stehende Globus-Center (zuletzt Toom-Markt) an der Marktallee nebenan. Eine Aktiengesellschaft aus Berlin hatte diese Immobilie in ihrem Portfolio. Womit niemand wohl zum jetzigen Zeitpunkt gerechnet hat, ist vor Kurzem aber eingetreten: Das Objekt wurde verkauft.

Eigentümerin war eine Berliner Aktiengesellschaft

Eigentümerin des Geschäftslokals (circa 4.400 Quadratmeter Fläche) und der dazugehörigen Tiefgarage am Wulfener Markt war zunächst die REWE-Gruppe, dann ein Luxemburger Immobilienfonds, der dann an die Berliner Finanzgruppe weiterverkaufte, als das Ladenlokal schon leer stand. Toom als Nachfolgerin von Globus hatte 2007 aufgegeben. In der Folgezeit nutzte die REWE-Gruppe das Gebäude für Schulungszwecke des kaufmännischen Nachwuchses.

Die Berliner Aktiengesellschaft hat diese leer stehende Geschäfts-Immobilie aus ihrem Bestand vor wenigen Tagen an einen Käufer aus dem Münsterland veräußert. Der Vertrag sei besiegelt worden, hieß es auf Anfrage der Dorstener Zeitung.

Der neue Eigentümer ist ein Mittelständler

Der neue Eigentümer, ein mittelständisches Unternehmen aus dem Münsterland, hat verschiedene Konzeptideen für die Nutzung des Gebäudes. „Darüber wird 2020 mit der Stadt Dorsten zu sprechen sein“, sagte der Geschäftsführer der Firma auf Anfrage unserer Zeitung.

Sein Familienunternehmen unterhalte verschiedene Geschäftszweige. Einer davon sei die Entwicklung von Geschäftszentren. Losgekoppelt von der Entwicklung des Wulfener Marktes will der Firmeninhaber seine Konzeptideen nicht umsetzen: „Wir wollen mit allen Beteiligten sprechen, was wir planen, soll Hand und Fuß und auf Dauer Bestand haben und in das Umfeld passen“, so der Geschäftsmann.

Dorstener Architekt Steinau hat die Pläne gemacht

Das Dorstener Architektenbüro Axel Steinau/Christian Löer hat diesen Baukomplex an der Marktallee 1999 im Auftrag der heutigen REWE-Gruppe konzipiert. Das Bauunternehmen Hubertus Hasebrink (Gladbeck) führte die Pläne in diesem Bereich der Barkenberger Ortsteilmitte seinerzeit aus. Das Gebäude schmiegt sich unmittelbar an die Ladenpassage Wulfener Markt, sodass leicht der Eindruck entstehen könnte, es gehöre dazu. Das ist aber nicht der Fall.

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