«Zeichen von Lebensfreude»

Nicht immer wollten die Fohlen so wie ihre Halter

31.05.2007, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Doch es gibt auch die anderen Fohlen, die am Mittwochnachmittag bei der Fohlen- und Stutenschau auf dem Hof Dieckmann genau im entscheidenden Moment der Vorführung der Hafer sticht. Die rumspringen, hochgehen, an den Zügeln zerren, ein paar Schritte zu weit vorne rennen, die ganze Zeit galoppieren statt zu traben, und so weiter. Für Dr. Friedrich Marahrens, der gemeinsam mit seinen Jury-Kollegen Josef Volle und Heiner Rohmann die Fohlen beurteilt, spielt das jedoch keine Rolle: «Die sind wie Kinder. Wenn ein Fohlen hier mal rum springt, dann wollen wir das sogar sehen. Das ist ein Zeichen von Lebensfreude.» Die jungen Fohlen wolle man noch nicht disziplinieren. Allerdings: «Den Ablauf sollten sie nicht durcheinander bringen.» Wie beurteilt man ein Fohlen? Nach «Gebäude und korrekter Stellung». Und was heißt das? «Das ist so ähnlich wie beim Menschen», schmunzelt Marahrens. Zunächst gehe es um die Schönheit. «Gefällt der Kopf und die Augen?» Dan wird der Körperbau begutachtet, die Harmonie der Proportionen bemessen. Und dann kommt die Königsdisziplin für die Fohlen: Der Trab neben der Pferdemama, bei dem die Juroren überprüfen, ob das Fohlen schwungvoll und elastisch auftritt. Überzeugt hat die Jury letztlich besonders das Hengstfohlen von Theo Sporkmann aus Bottrop. Aber auch Willi Diericks aus Kirchhellen hatte einen Grund zur Freude: Sein «Kasper» kam immerhin auf den dritten Platz. Bei den Stutenfohlen setzte sich der Rappe von Gerd-Dieter Kook aus Dinslaken durch. Die Siegerstute bei den 3-Jährigen Warmblutstuten gehört Dr. Johannes Brinkmann aus Marl. Bei den Stuten- und Fohlenschauen des Westfälischen Pferdestammbuches werden alle Fohlen des Jahres sowie die 3-jährigen Stuten durch ihre Züchter der Kommission des Pferdestammbuches vorgestellt. Bei den Fohlen geht es um die Beurteilung der Qualität als späteres Reit- oder Zuchtpferd sowie um die Registrierung für den Pferdepass. ber

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