Der Wulfener Markt kommt für einen Euro unter den Hammer und der Termin steht schon fest

hzZwangsversteigerung

Die Ladenpassage Wulfener Markt ist nur noch eine Bauruine. Doch jetzt bahnt sich ein Termin an, der die Wende in Barkenberg einläuten könnte.

Wulfen-Barkenberg

, 05.08.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ladenpassage am Wulfener Markt sieht trostlos und heruntergekommen aus. Seit Jahren sehnen die Ortsteilbewohner herbei, dass der marode Altbau von der Bildfläche verschwindet und zeitgemäßen Bauten Platz macht. Nach Jahren des Stillstandes, der durch die Pleite des Medico Fonds 18 herbeigeführt worden ist, kommt der Wulfener Markt jetzt unter den Hammer. „Der Versteigerungstermin ist bestimmt worden auf den 25.Oktober, 9 Uhr, Saal 105 des Amtsgerichts Dorsten (I. Etage)“, sagt der Dorstener Amtsgerichtssprecher, Dr. Stephan-Robert Hillebrand, auf unsere Anfrage.

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Gute Nachrichten für alle, die darauf gehofft haben, dass Bewegung in die Angelegenheit kommt. Auch die Stadt hat großes Interesse daran. Sie strebt nämlich nach dem Abriss des Gebäudekomplexes eine schnelle Neubebauung des Geländes am Wulfener Markt an, wie Stadtbaurat Holger Lohse in einer Wulfen-Stadtteilkonferenz sagte.

Verkehrswert der Immobilie noch nicht veröffentlicht

Auf der Seite des Amtsgerichtes ist jetzt nachzulesen, welcher Verkehrswert für die Immobilie beziffert worden ist: 1 Euro. Allerdings hätten die Bieter mit einer ungleich höheren finanziellen Belastung zu rechnen, denn beim ehemaligen Wohn- und Geschäftszentrum in Wulfens Mitte wird eine Bauschadstoffbelastung vermutet. Das geht aus der öffentlichen Ausschreibung hervor. Nachdem ein Gutachter den Verkehrswert ermittelt hat, setzt das Gericht den Wert des Versteigerungsobjektes fest. Auf der Homepage des Dorstener Amtsgerichts wird beschrieben, welche Bedeutung der Verkehrswert hat: „Das Gericht darf in dem Versteigerungstermin den Zuschlag zunächst nicht erteilen, wenn das Meistgebot unter 50 Prozent - oder auf Antrag der Gläubiger unter 70 Prozent des Verkehrswertes liegt.“

Versteigerung läuft nach festem Muster ab

Der Versteigerungstermin selbst läuft nach festen Regeln ab. So wird zur Sache aufgerufen, dann werden die anwesenden Beteiligten festgestellt, die wesentlichen Grundbuchinhalte werden verlesen, außerdem werden der das Verfahren betreibende Gläubiger und seine Ansprüche genannt. Dann werden das Minimalgebot und die Versteigerungsbedingungen bekannt gegeben. Danach können die Bieter in den Ring steigen.

Nach frühestens einer halben Stunde, so beschreibt das Amtsgericht das Prozedere weiter, und „dreimaligem Aufruf des Meistgebotes verkündet das Gericht das Ende der Versteigerung“. Die kann so oder so ausgehen: Die Erteilung des Zuschlags wird verkündet oder alle Bieter gehen mit leeren Händen nach Hause, wenn das Gebot nicht die beantragte 70-Prozent-Grenze erreicht.

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