Die höchsten Repräsentanten des Dorstener Karnevals sind in diesem Jahr zwei Kinder

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Nach vielen Jahren haben Dorstens Karnevalisten in dieser Session wieder ein Kinderprinzenpaar. Connor (12) und Joyce (7) tragen ganz schön viel Verantwortung auf ihren schmalen Schultern.

Dorsten

, 11.11.2019, 11:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etwa 20 Jahre muss es her sein, dass Dorsten ein Kinderprinzenpaar in den karnevalistischen Trubel geschickt hat. Das sagt der Vorsitzende des Festkomitees Dorstener Karneval (FDK), Rudi Haller, und der muss es ja wissen. Klar, dass der Chef-Jecke und alle, die dem närrischen Treiben in Dorsten wohlgesonnen sind, mächtig stolz sind auf Connor Wittenborn und Joyce Kruse.

Umbruch im Festkomitee Dorstener Karneval

Die beiden Mitglieder des Holsterhausener Carneval-Clubs (HCC) stehen in den nächsten gut drei Monaten tatsächlich an vorderster Front. Denn ein erwachsenes Prinzenpaar gibt es auch in diesem Jahr nicht. „Wir sind im Umbruch“, erklärt Rudi Haller. „Es war in der Kürze der Zeit nicht möglich, ein Prinzenpaar zu finden.“

Die im vergangenen Jahr verkündete Auflösung der Wulfenia ist seit wenigen Tagen amtlich. Dafür sind im Oktober die Altstadt-Narren dem FDK beigetreten, um sich über den eigenen Verein hinaus in die närrischen Aktivitäten einzubringen. „Das ist super“, sagt Haller. „Vielleicht macht das die Suche nach einem Prinzenpaar im nächsten Jahr einfacher.“

Die höchsten Repräsentanten des Dorstener Karnevals sind in diesem Jahr zwei Kinder

Nina Kotus und Winfried Minnebusch von den Altstadt-Narren überreichten dem FDK-Vorsitzenden Rudi Haller (l.) kürzlich den Mitgliedsantrag. © privat

Bei Connor und Joyce - und ihren Eltern natürlich - musste das Festkomitee keine Überredungskünste anwenden. „Das macht bestimmt Spaß“, sagen sie. Beide sind schon länger in der Tanzgarde des HCC, haben also ein bisschen Bühnenerfahrung und sind sich dort auch ein paar Mal über den Weg gelaufen. „Ziemlich jung“ findet der Prinz seine schüchterne Prinzessin, die mit weißem Kleidchen, weißen Handschuhen und goldenem Diadem aber schon ziemlich würdevoll daherkommt.

Bis zu 70 Auftritte sind denkbar

Was sie in den nächsten Monaten erwartet, erahnen die beiden höchsten Repräsentanten des Dorstener Karnevals allenfalls. Robert Keiner, der 2015/16 und 2017/18 mit seiner Frau Heidrun Stadtprinzenpaar in Dorsten war, hält 70 größere und kleinere Auftritte bis zum Aschermittwoch am 26. Februar für denkbar. Das geht nur mit viel Unterstützung der Eltern - und mit Rücksichtnahme.

„Bei einigen Veranstaltungen werden sie nicht dabei sein dürfen“, sagt FDK-Vorsitzender Rudi Haller, „bei Abendterminen müssen sie natürlich früher wieder nach Hause.“ Robert Keiner will allerdings seine Kontakte spielen lassen, um vielleicht ein großes Kinderprinzen-Treffen in Dorsten zu organisieren.

Das gab es lange nicht, und daran hätten Connor und Joyce bestimmt viel Spaß. Doch auf eines freut sich die Prinzessin noch viel mehr: „Aufs Bonbon-Schmeißen.“ Das passt irgendwie auch zum Motto der diesjährigen Session. Es lautet: „Wir gegen Gewalt!“

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