Polizei Dortmund

„Feige und rassistisch“ – Polizeipräsident über Anschläge auf Dortmunder Moscheen

Nach vermehrten Angriffen gegenüber Moscheen hat sich Polizeipräsident Gregor Lange diese Woche ein Bild vor Ort gemacht. Dabei wurde unter anderem über weitere Schutzmaßnahmen nachgedacht.
Polizeipräsident Gregor Lange (4.v.r.) sowie die Kommissare Thomas Kaiser (3.v.r.) und Paul Albers (r.) trafen sich in einer Dortmunder Moschee mit Mitgliedern der muslimischen Gemeinde.
Polizeipräsident Gregor Lange (4.v.r.), Polizeihauptkomissar Thomas Kaiser (3.v.r.) und Paul Albers (r.) trafen sich in der Moschee an der Ofenstraße mit Ahmad Aweimer vom Rat der Muslimischen Gemeinden (5.v.l.), Emre Gülec als Ansprechpartner für die DITIB-Gemeinden (5.v.r.) und Mitgliedern der Gemeinde. © Polizei Dortmund

Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hat in dieser Woche die Gemeinde einer Dortmunder Moschee gesucht. Der Hintergrund sind unter anderem die rechtsradikalen Schmierereien an einer Moschee im Dortmunder Unionsviertel.

Der Polizeipräsident wollte sich nun persönlich ein Bild von der Lage vor Ort machen und Kontakt zu den Gemeindemitgliedern zu suchen, so die Polizei Dortmund.

Die betroffene Moschee ist laut Polizei immer wieder Zielort von derartigen Schmierereien. Auch Angriffe mit Droh-Mails oder brennenden Gegenständen sind nicht unbekannt.

Gregor Lange findet deutliche Worte zu Angriffen

Der Dortmunder Polizeipräsident fand laut Pressemitteilung deutliche Worte zu diesen Angriffen: „Für mich und für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es nicht hinnehmbar, dass die Mitglieder nicht christlicher Glaubensgemeinschaften Opfer von feigen und rassistischen Straftaten werden!“

Hierfür habe die Polizei Dortmund bereits in der Vergangenheit wichtige Schritte eingeleitet: 2014 kam es seitens des Polizeipräsidenten zur Gründung eines festen Dialogkreises mit muslimischen Organisationen.

Durch den Dialogkreis soll der Polizei Dortmund ein engerer Kontakt und direkter Draht zu muslimischen Gemeinschaften ermöglicht werden. Diese Maßnahme soll Muslimen gerade in Zeiten von Angriffen und Beschmierungen der Moscheen als ein Zeichen der Solidarität und Gemeinschaft unterstützen.

Im Rahmen des Besuches wurde auch nach weiteren unterstützende Maßnahmen gesucht, durch die sich Muslime sicherer fühlen können. Diese werden zukünftig seitens der Polizei intern thematisiert, so die Polizei Dortmund.

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