Brand mit enormer Auswirkung: Die Rauchwolke war weit zu sehen. Und zu riechen. © Althoff
Feuerwehr-Einsatz

Feuer im Kreuzviertel: Warum brannte die Drei-Etagen-Wohnung?

Wie kam es zu dem Brand mit der enormen Rauchwolke über dem Kreuzviertel? Welche Wohnungen, wie viele Menschen waren betroffen? Feuerwehr und Polizei nannten einige Details.

Dichter schwarzer Rauch, Scheiben bersten. Viele im Wohnblock kommen auf die Balkone mit geschockten Blicken: „Hat schon jemand die Feuerwehr gerufen?“ „Ja.“

Die Rauchwolke bei diesem Brand am Dienstagabend im Kreuzviertel war nicht nur im Wohnblock zwischen Große Heimstraße und Lindemannstraße zu sehen, sondern weit darüber hinaus. Am Tag danach sagten Feuerwehr und Polizei, was sie schon wussten oder dringend vermuten.

Wohnung vom Keller bis in den ersten Stock

Betroffen gewesen sei eine Wohnung, die sich über drei Etagen erstrecke, so die Feuerwehr – vom Keller bis in den ersten Stock, verbunden jeweils über eine Wendeltreppe. Das gibt einen ersten Hinweis, warum die Rauchentwicklung so stark war.

Wo Durchgänge sind statt Mauern, breitet sich Feuer schneller aus. Auch wenn die Ermittlungen generell noch laufen: Polizei und Feuerwehr sprachen am Mittwoch von „vermutlich mehreren Brandherden“. Viel deute auf einen Ursprung im Keller hin, auch auf eine technische Ursache. Als die Feuerwehr eintraf, war die schwarze Rauchwolke bereits meterhoch.

Drei Menschen mussten ins Krankenhaus

Zwei Trupps seien sofort hineingegangen, mit Atemschutz. Andere folgten kurz darauf, denn schnell sei klar gewesen: Alle drei Etagen seien durch das Feuer beschädigt worden.

Einsatzkräfte im Hinterhof des Hauses an der Großen Heimstraße © Feuerwehr Dortmund © Feuerwehr Dortmund

Die gesamte Wohnung ist seitdem unbewohnbar. Die beiden Bewohner – laut Polizei 75 und 76 Jahre alt – hätten sich in Sicherheit bringen können. Bei ihnen wie bei einem 31-Jährigen aus einer Wohnung in der Etage darüber sei aber die Frage gewesen: Gibt es eine Rauchvergiftung?

Um das zu klären, seien die drei Menschen vor Ort vom Rettungsdienst versorgt worden, später dann zur Sicherheit ins Krankenhaus gekommen. Für alle anderen Nachbarn und einen Betrieb im Haus hatte das Feuer ebenfalls Folgen.

Arbeiten bis tief in die Nacht

Die Leitungen hatten Schäden. Strom und Wasser mussten abgestellt werden. Für den Frisörbetrieb im Erdgeschoss des Hauses hieß das notgedrungen: Feierabend.

Kunden wären ohnehin nicht durchgekommen. Nach kurzer Zeit hatte die Polizei die Große Heimstraße zwischen Essener und Schillingstraße abgesperrt.

„Die Parksituation erschwerte das Aufstellen der Drehleiter“, stellt die Feuerwehr klar. Nur „unter erschwerten Bedingungen“ habe man die Drehleiter in Stellung bringen können. Die konnte zwar nach wenigen Stunden wieder abrücken. Gearbeitet wurde aber bis tief in die Nacht.

Ein Hochleistungslüfter sorgte dafür, dass auch die letzten Rauchschwaden aus dem Gebäude gepustet wurden. Zudem war bis weit nach Mitternacht ein Akkuschrauber zu hören: An die Stellen der zerborstenen Scheiben mussten noch große Platten, um das Gebäude abzudichten.

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Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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