Dortmunder Nordstadt

Nach Streit: Auto rammt Fußgänger, Mann schwerverletzt – war es Absicht?

Ein mysteriöser Vorfall in der Nordstadt beschäftigt seit Samstag die Polizei. Nach dem Zusammenstoß zwischen Fußgänger und Auto verschwanden sowohl der Fahrer als auch das schwerverletzte Opfer.
Die Lagerhausstraße in der Nordstadt einen Tag nach dem rätselhaften Vorfall, bei dem ein Mann von einem Auto angefahren worden ist © Oliver Volmerich

Was geschah vor einem Unfall am Samstag (19.3.) auf der Lagerhausstraße? Die Antwort auf diese Frage versucht die Polizei Dortmund zu klären. Klar ist bislang: Ein 38-jähriger Dortmunder ist von einem Wagen der Marke Fiat verletzt worden. Das berichtete die Polizei in einer Pressemitteilung am Sonntag.

Demnach hatten Zeugen die Einsatzkräfte zum Unfallort gerufen – sie berichteten den Beamten, dass sich der Autofahrer und der Fußgänger „heftig und lautstark“ auf der Straße gestritten hätten. Dabei soll der 38-Jährige gegen den Fiat getreten haben. Dann sei der Autofahrer mehrfach gedriftet – also mit quietschenden Reifen geschlittert.

Zeugen schildern dramatische Szenen

Was Zeugen daraufhin gesehen wollen haben, klingt schrecklich: Der unbekannte Fahrer sei mit 30 bis 40 km/h absichtlich auf den Fußgänger zugefahren, sein Wagen erfasste den Mann. Obwohl der 38-Jährige schwer verletzt war, schleppte er sich nach Hause. Nach Erkenntnissen der Polizei wohnt er in der Nähe des Unfallorts.

Dorthin folgten ihm die alarmierten Einsatzkräfte und riefen einen Rettungswagen für ihn. Die Sanitäter brachten den Schwerverletzten ins Krankenhaus. Jetzt ermittelt die Polizei: War es ein Unfall? Oder deuten Fahrerflucht und Zeugenaussagen auf ein versuchtes Tötungsdelikt hin?

Wann genau sich der mysteriöse Unfall ereignet hat, teilte die Polizei am Sonntag nicht mit. Unklar ist auch: Worum ging es bei dem Streit und weshalb entfernten sich beide Beteiligten vom Unfallort?

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