In Essen hat eine Wohnung gebrannt. Mehrere Familienmitglieder wurden dabei schwer verletzt. (Symbolbild) © dpa (Symbolbild)
Feuerwehr-Einsatz

Verpuffung setzt Zimmerdecke in Brand: Polizei ermittelt

Eine Verpuffung mit großer Stichflamme beschäftigte die Feuerwehr am Mittwochabend in der Dortmunder Innenstadt stundenlang. Die Polizei ermittelt, denn zur Brandursache gibt es offene Fragen.

Von 17 bis 22.30 Uhr war die Feuerwehr Dortmund am Mittwochabend in der Innenstadt im Einsatz. In einer Wohnung an der Inselstraße hatte es eine Verpuffung mit großer Stichflamme gegeben – die kurzzeitig die Zimmerdecke in Brand gesetzt hatte. Teile der Zimmerdecke waren heruntergekommen.

Was die Verpuffung ausgelöst hat, ermittelt jetzt die Polizei. Man habe einen Gutachter beauftragt, der die Wohnung gemeinsam mit den Ermittlern überprüfen werde, so Polizeisprecherin Kristina Purschke. Dabei gehe es um ein „technisches Gerät“ in der Küche, dort war es zu der Verpuffung gekommen.

Technischer Defekt oder wurde Gerät manipuliert?

Ziel der Arbeit des Sachverständigen sei es, herauszufinden, ob ein technischer Defekt vorlag oder jemand das Gerät manipuliert habe, also eine vorsätzliche Brandstiftung in Frage komme.

Glück hatte die Bewohnerin, die sich während der Verpuffung in der Wohnung aufhielt: Sie wurde nicht verletzt. Nach der Untersuchung durch einen Notarzt stand fest – außer einem gehörigen Schrecken war ihr nichts passiert.

Verpuffung führte zu großer Stichflamme

Unter einer Verpuffung versteht man eine „Ausdehnung von Gasen mit Flammenbildung“, so Feuerwehrsprecher Oliver Körner. Als Laie würde man von einer Stichflamme sprechen.

Diese hatte in der betroffenen Wohnung gravierende Folgen: Die Flamme setzte kurzzeitig die Decke in Brand, Teile der abgehangenen Gipskartondecke stürzten herunter und es bildeten sich Glutnester, schildert die Feuerwehr in einer Meldung.

Glutnester nach drei Stunden erneut überprüft

Zum Löschen der Glutnester mussten die Rettungskräfte zur Kettensäge greifen und Teile der Decke, sowie einen Rohrleitungsschacht entfernen. Die Arbeiten waren gegen 19.30 Uhr fürs Erste abgeschlossen.

Da gelöschte Glutnester aber immer schwer zu beurteilen seien, rückte man um 22.30 Uhr für eine Nachkontrolle erneut an. Weitere Löschmaßnahmen waren aber nicht notwendig.

Zur Sicherheit wurde während des Einsatzes auch die Gashauptzufuhr abgesperrt. Mitarbeitende des städtischen Gasversorgers führten zudem Messungen durch, um einen Gasaustritt auszuschließen. Diese Messungen fielen negativ aus.

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1983 im Münsterland geboren, seit 2010 im Ruhrpott zuhause und für die Ruhr Nachrichten unterwegs. Ich liebe es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und vor allem: zuzuhören.
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