Tobias Filthaut (l.) und Olaf von Halem kochen und kreieren die verschiedenen Gerichte für das Motto-Frühschoppen im „Olafs" – dieses Mal mexikanisch. © Joscha F. Westerkamp
Gastronomie

Weg von den Burgern: Im Olafs wechselt sonntags ständig die Speisekarte

Der Burgerladen im Unionviertel öffnet gelegentlich auch am Sonntagmittag – und hat jedes Mal eine neue Karte. Wir waren beim „Motto-Frühschoppen“. Lohnt es sich?

Gebackene Jalapeno Poppers, Chili con Carne, Mexikanische Mais Tortillas: All das erwartet man nicht auf der Karte eines Burgerladens. Steht es normalerweise auch nicht – diesen Sonntag beim „Olafs“ aber doch. Denn dort gab es einen Frühschoppen mit dem Motto „Mexiko“.

Mit Koch aus dem „Emil“

Diese Motto-Frühschoppen bietet das Olafs – der bekannte Burgerladen an der Rheinischen Straße – immer mal wieder in unregelmäßigen Abständen an. Ein Schema hinter den Mottos gebe es dabei überhaupt nicht, sagt Geschäftsführer Olaf von Halen (52): „Wir setzen einfach spontane Ideen um.“

Mit „wir“ meint er sich, Olaf, und seinen Kollegen Tobias Filthaut. Der arbeitet normalerweise als Koch im Restaurant „Emil“, zum Frühschoppen kommt er rüber ins Olafs.

„Wir machen den Frühschoppen nur, wenn wir Zeit finden“, sagt Olaf von Halen. „Die Planung dauert relativ lange, deshalb können wir das nicht mal eben jeden Sonntag anbieten.“

Warum er sie überhaupt anbietet, diese aufwendigen Motto-Frühschoppen? Ist ein normaler Frühschoppen dem Burger-Koch zu langweilig, zu deutsch?

„Es geht uns einfach darum, etwas Besseres, Besonderes zu machen“, sagt er. „Mal was, was man sonst nicht in Restaurants wie unserem bekommt.“

Blick ins Olafs
Eigentlich ein klassischer Burgerladen: Wenn das „Olafs“ zum Frühschoppen ruft, sind innerhalb kürzester Zeit alle Plätze reserviert. © Joscha F. Westerkamp © Joscha F. Westerkamp

Begonnen hat das Olafs mit den Motto-Frühschoppen schon vor der Pandemie. Im August gab es dann das erste Mal nach langer Corona-Pause wieder eine Ausgabe, damals standen Hot-Dog-Kreationen auf der Karte. Für das nächste Motto gibt es auch schon einen Plan: „Pommesbude 2.0.“ Nur: Wann das Event stattfindet – ob noch dieses Jahr oder erst nächstes -, ist noch unklar.

„Wir geben den Termin irgendwann über Facebook bekannt.“ Dann müsse man sich beeilen, rät Olaf von Halen: „Unser Frühschoppen ist immer sehr schnell ausgebucht. Innerhalb von dreißig, vierzig Minuten sind alle Plätze reserviert.“

Egal ob Cheese-Burger oder Chili con Carne, eins stehe im Olafs bei jedem Gericht an erster Stelle, sagt der Chef: die Zutaten. „Wir kaufen regional und das Fleisch kommt ausschließlich aus artgerechter Haltung. Auch das ist zu planen: Neuland-Hühnchen muss man oft Wochen im Voraus bestellen, sonst kriegt man die nicht mehr.“ Selbstverständlich sei dann alles selbst hergestellt, auch die Soßen. „Wir holen nicht noch heimlich die Maggie-Tüte aus dem Schrank.“

Sieben verschiedene Gerichte

Umso beindruckender wirkt am Sonntag das „Menú“, das ausschließlich für diesen Tag zusammengestellt worden war. Sieben verschiedene Gerichte stehen auf der Karte: Neben den bereits am Anfang genannten waren das etwa ein Chili sin Carne, Chicken Hot Wings mit Rotkohlsalat, Maisbrot und Sauerrahm, Mexikan Spicy Ribs mit Tomaten-Kirsch-Salsa und geröstetem Knoblauch-Maisbrot sowie, ausgewiesen als „Postre“ (Nachtisch), eine Chili-Schoko-Mousse. Dazu gab es verschiedene Getränke. Besonders beliebt war, klar, der Tequila.

Vegatarische Teile der Speisekarte
Auf Wunsch wurde uns zum Testen eine vegetarische Auswahl verschiedener Gerichte zusammengestellt: Mais Tortillas (v. l.), Jalapeno Poppers, Maisbrot und Chili sin Carne. © Joscha F. Westerkamp © Joscha F. Westerkamp

Der Geschmackstest

Wir haben eine vegetarische Auswahl getestet und kamen zum Schluss: Wenn es so in Mexiko schmeckt, sollte man schnellstmöglich dorthin auswandern. Allerdings nur, wenn man Schärfe verträgt.

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