Wirtin Jolanta Kulas veranstaltete Dortmunds erste öffentliche Party in der Gaststätte Haus Wienke in Dortmund Derne. © Sylva Witzig
Corona-Lockerungen

Ein Apotheker als Türsteher: Dortmunder feierten die erste Party seit Corona

15 Monate lang verstaubte die Tanzfläche im Haus Wienke in Dortmund-Derne. Jetzt stieg dort aber die erste öffentliche Party in Dortmund seit der Corona-Pandemie.

„Die Gäste waren zufrieden und es war eine schöne Atmosphäre“, beschreibt Jolanta Kulas den vergangenen Samstag. Alle hätten sich sehr über diesen Abend gefreut, erzählt sie weiter. Schließlich sei es ein besonderer Tag nach einer langen Zeit gewesen.

Haus Wienke Veranstaltungsort für die erste Party

Jolanta Kulas ist die Wirtin der Gaststätte Haus Wienke. Am vorletzten Juliwochenende (24.7.) richtete sie die erste öffentliche Party in Dortmund aus. Sogar das Ordnungsamt bestätige, dass ihre Tanzveranstaltung Vorreiter für ganz Dortmund sei. Knapp 100 bis 120 Personen hätten kommen können.

Möglich wurde die Party dadurch, dass zum Zeitpunkt die Inzidenzstufe 0 gegolten hat: Feiern ohne Maske, Abstand und Kontaktbeschränkung. Einzige Voraussetzung war bei einer Gästezahl über 50, dass alle geimpft, genesen oder getestet sind.

Zufriedene Gäste im Alter zwischen 30 und 55 Jahren

Bei der Party im Haus Wienke habe alles sehr gut funktioniert, wie Jolanta Kulas berichtet. „Die Gäste haben in der Schlange eine Maske getragen, wurden auf ihre Dokumente geprüft und brauchten dann drinnen keine Maske mehr.“

Die Gastronomin erzählt im Gespräch mit der Redaktion, dass vor allem viele Stammkunden der Partyeinladung gefolgt sind. Das gemischte Publikum entsprach dem Alter zwischen 30 und 55 Jahren. Laut Jolanta Kulas seien sowohl viele Pärchen als auch Einzelpersonen dabei gewesen. Musik kam von DJ Danny Abriss.

Kein gewöhnlicher Türsteher an diesem Abend

Neben der Tatsache, dass das Haus Wienke Gastgeberlocation für die erste Dortmunder Party war, gab es eine weitere Besonderheit. Statt bulligen Türstehern entschied ein Apotheker darüber, wer rein darf und wer nicht.

Um die Sicherheit der Partyteilnehmer zu gewährleisten, wurde der Apotheker Dr. Ulrich Seibel für die Ausführung der Party engagiert. Er hat ein Hygienekonzept ausgearbeitet, das innerhalb von zwei Tagen genehmigt wurde. Einer der Kernpunkte des Konzeptes: Eine Fachkraft, in diesem Fall Dr. Ulrich Seibel persönlich, steht an der Tür und kontrolliert Impf-, Genesenen- und Testzertifikate.

Im Nachgang bekommt der provisorische Türsteher ein gutes Zeugnis von Wirtin Jolanta Kulas ausgestellt: „Es war schon eine Herausforderung für ihn. Aber er hat es gut gemacht. War schön, dass es stressfrei geklappt hat.“

Wirtin ist fast komplett zufrieden

Allgemein sei die Wirtin mit der Veranstaltung zufrieden. Allerdings gab es aus ihrer Sicht auf einen Wermutstropfen. Von den zugelassenen 100 bis 120 Personen seien schlussendlich nur etwa 80 dagewesen.

Dortmunds erste öffentliche Tanzlocation: Am Samstag (24.7.) wurde hier nach 15-monatiger Pause wieder getanzt.
Dortmunds erste öffentliche Tanzlocation: Am Samstag (24.7.) wurde hier nach 15-monatiger Pause wieder getanzt. © Sylva Witzig © Sylva Witzig

„Viele Menschen sind unsicher und zurückhaltend.“ Sie vermute, dass manche Personen lieber ein bis zwei Veranstaltungen abwarten, bevor sie eine Party besuchen.

Erstmal keine Party mehr

In absehbarer Zeit wird es aber wohl keine ähnliche Tanzveranstaltung im Haus Wienke geben. Dortmund gehört ab Sonntag (1.8.) der Inzidenzstufe 1 an. Für Partys gilt dann, dass in einem Innenraum maximal 50 Personen zusammenkommen können. Unter diesen Gesichtspunkten wird es aus Sicht der Wirtin erstmal keine weitere Tanzveranstaltung mehr geben. Jolanta Kulas: „Das war vorerst die erste und letzte Party.“

Jedoch macht die Gastronomin Hoffnung. „Unter anderen Umständen würde ich eine solche Tanzveranstaltung wiederholen“, erklärt Jolanta Kulas. Dafür notwendig wären ähnliche Bedingungen, wie zum Zeitpunkt des Partyabends.

Ähnliche Bedingungen heißen, dass die Inzidenzstufe 0 wieder erreicht wird.

Notwendig dafür sind fünf Tage hintereinander, an denen der Inzidenzwert bei maximal zehn liegt.

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