Auf dieser Fläche an der Hostedder Straße könnte nach Überlegungen der Stadt eine neue Feuer-und Rettungswache entstehen. © Oliver Volmerich
Feuerwehr

„Es geht um die Sicherheit der Bevölkerung“ – Wirbel um neue Feuerwache

Die Hostedderin Sabine Petri machte die Pläne für eine neue Feuerwache zum Thema der Einwohnerfragestunde in der Bezirksvertretung Scharnhorst. Was sie dort erfuhr, konnte sie nicht beruhigen.

Jede Menge Fragen hatte Sabine Petri rund um den geplanten Neubau einer Feuer- und Rettungswache an die Bezirksvertreter in Scharnhorst. Sie nutzte nun die Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung, um sie loszuwerden.

Zuvor hatte sie schon eine Liste mit 140 Unterschriften an SPD-Fraktionssprecher Herbert Niehage übergeben. Der Unmut der Anwohner im Bereich Hostedde richtet sich gegen Überlegungen der Stadt, auf der Freifläche zwischen Hostedder Straße und Flughafenstraße eine neue Feuer- und Rettungswache zu bauen.

Befriedigende Antworten auf ihre Fragen bekam Sabine Petri nicht. Dafür sei es viel zu früh, erklärte Niehage. „Es gibt noch keine konkreten Planungen“, stellte er fest. Es sei erst einmal die Einleitung eines Bebauungsplan-Verfahrens beschlossen, an dem dann später auch die Anwohnerinnen und Anwohner beteiligt würden.

Mehrere Grundstücke geprüft

Wie Niehage erläuterten auch CDU-Fraktionssprecher Jürgen Focke und Bezirksbürgermeister Werner Gollnick die Hintergründe. Es gehe um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, nach der Feuerwehr und Rettungsdienst innerhalb von acht Minuten nach einem Notruf vor Ort sein müssten. Die Feuerwehr habe dazu verschiedene städtische Grundstücke im Umfeld der alten, inzwischen viel zu kleinen Wache an der Flughafenstraße untersucht. „Es geht dabei um die Sicherheit der Bevölkerung“, betonte Gollnick.

Niehage machte Sabine Petri, die an der Flughafenstraße direkt neben dem ausgeguckten Grundstück für die neue Wache wohnt, allerdings wenig Hoffnungen, dass sich noch alternative Flächen finden. Der Flächenbedarf sei groß, erläuterte der SPD-Politiker. Und nach den gesetzlichen Vorgaben kämen nur Flächen im Umkreis von 500 Metern um den alten Standort in Frage.

Öffentlichkeit wird beteiligt

Mehrere Grundstücke seien unter diesem Gesichtspunkt bereits geprüft und aussortiert worden, berichtete Niehage. Die von Sabine Petri ins Gespräch gebrachten Alternativflächen in Derne seien „einfach zu weit weg und sind nicht gut genug angebunden“, erklärte er.

Er kündigte aber auch an, dass Umweltbelange im Bebauungsplan geprüft würden. „Auch die Öffentlichkeit wird beteiligt“, versicherte Gollnick. Die von Sabine Petri gesammelten Unterschriften würden nun erst einmal an die Stadtverwaltung, die die weitere Planung vorantreibt, weitergeleitet.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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