Keinen guten Eindruck macht seit vielen Jahren der denkmalgeschützte Bahnhof Kurl. © Andreas Schröter
Schienenverkehr

Kurler Bahnhof: Bahn schiebt Weiterentwicklung auf die lange Bank

Wenig Freude haben Politiker immer dann, wenn es um Themen geht, an denen die Deutsche Bahn beteiligt ist. Denn dann kann sich ein Weiterkommen jahrelang hinziehen. So auch jetzt in Kurl.

In Sachen marodem Kurler Bahnhof und dem dazugehörigen Vorplatz, dem Mühlackerplatz, gibt’s derzeit kein Weiterkommen. Stadtrat Ludger Wilde hatte der Bezirksvertretung Scharnhorst bereits im April mitgeteilt, dass die Bahn derzeit nicht plant, das Gebäude und den Platz zu verkaufen. Wie berichtet stand lange ein Kauf seitens der Stadt im Raum, um aus der Fläche vor dem Bahnhofsgebäude einen modernen Park & Ride-Parkplatz zu machen.

Daraus wird vorerst nichts: Die Bahn bezieht sich auf „zukünftige Ausbauplanungen der Strecke im Zuge des Schienenwegeausbaus“. Es sei nicht vorgesehen, Infrastruktur zu verkaufen, die später vielleicht wieder gebraucht werde.

Auswirkungen auf andere Projekte?

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Scharnhorst bittet nun die Stadtverwaltung um Auskunft, wie sich dieser mögliche Schienenwegeausbau auf die beiden Projekte „Beseitigung Bahnübergang Husen“ und „Unterquerung der Bahnstrecke zur Verbindung der Naherholungsgebiete Buschei und Alte Körne“ auswirken.

Dies ist eines der Themen in der Juni-Sitzung der Bezirksvertretung Scharnhorst am Dienstag (15.6.), 15.30 Uhr, in der Gesamtschule Scharnhorst. Zu Beginn der Sitzung findet auch wieder eine Einwohnerfragestunde statt, die zuletzt Corona-bedingt ausgefallen war.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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