Der Frost hat die Fahrbahn der Flughafenstraße ganz schön in Mitleidenschaft gezogen. © Lydia Heuser
Kaputte Straßen

Mit Video: Schlaglöcher nach dem Frost – so sieht es in Brackel aus

Neben- und Hauptstraßen in Brackel sind nach dem Frost stellenweise kaputt. Das Tiefbauamt hat zwar gleich gehandelt, aber nicht so, wie man es sich vielleicht wünscht. Das sind die Gründe.

Das Frühlingswetter offenbart die Auswirkungen des Wintereinbruchs: Schlaglöcher säumen manch eine Straße im Stadtgebiet.

Die Stadt konnte erst mal nur „Notpflaster“ verteilen

In Brackel fällt besonders die stark befahrene Flughafenstraße auf. An Gullideckeln beispielsweise hat der Frost tiefe Löcher in den Asphalt gesprengt. Teilweise sind die Frostschäden einige Zentimeter tief.

Als das Tauwetter einsetzte, machte sich eine „Noteingreiftruppe des Tiefbauamts“, wie Stadtsprecher Christian Schön sagt, sofort daran, die ersten Schäden auf Dortmunds Straßen zu beseitigen. Da der Boden zunächst aber noch durchfrostet war, konnte das Tiefbaumamt erstmal nur mit Kaltasphalt arbeiten. „Kaltasphalt ist wie ein Notpflaster“, sagt Christian Schön.

2021 besonders viele Schäden

„Täglich erreichen das Tiefbauamt eine Vielzahl von Meldungen. In diesem Jahr ist es besonders auffällig, da vor dem Einsetzen des Frostes der Oberbau durch den Regen und Eisregen komplett vereist war. Dies führt zu einem regelrechten Aufsprengen des Asphaltes.“

Der Kirschbaumweg endet in einer Sackgasse, viele Autos fahren hier also nicht. Trotzdem ist der Belag ziemlich kaputt.
Der Kirschbaumweg endet in einer Sackgasse, viele Autos fahren hier also nicht. Trotzdem ist der Belag ziemlich kaputt. © Lydia Heuser © Lydia Heuser

Der Brackelerin Angelika Grubert fällt als besonders von Schlaglöchern durchzogene Straße der Kirschbaumweg ein. „Bis zum Birnbaumweg ist die Straße okay – aber der obere Teil. Durch den Frost ist es noch schlimmer geworden. Da kann man nur noch schleichen“, sagt sie.

Geduld ist gefragt

Bezirksbürgermeister Hartmut Monecke sind die „enormen Löcher“ auf Brackels Straßen auch aufgefallen. Dass die Straßen noch nicht alle ausgebessert sind, wundert ihn nicht. „Das ist gerade mal eine Woche her.“ Bisher habe sich auch noch niemand an die Bezirksvertreter wegen der schlechten Straßen gewendet und beschwert. „Ein bisschen Geduld muss man schon haben.“

Der nun eingesetzte Flüssigasphalt halte leider nicht so lange, meint der Bezirksbürgermeister. „Besser ist es, wenn man die Straßen neu machen würde.“ Ganz so einfach und zielführend ist das aber nicht, das weiß auch Hartmut Monecke.

Straße neu machen oder ausbessern?

Stadtsprecher Christian Schön sagt: „Es geht darum, die Verkehrssicherung wieder herzustellen.“ Da sei es erstmal wichtig zu flicken, so wie es direkt am ersten Tauwetter-Tag etwa auf der B1 geschehen sei. „Heißasphalt konnten wir erst mal gar nicht einsetzen.“ Der Boden sei noch nicht frostfrei gewesen. Nun sei das Tiefbauamt aber auch mit dem langlebigeren 160 Grad heißen Asphalt im Einsatz.

Mit dieser „wasserfesten“ Pflastervariante, um im Pflaster-Bild zu bleiben, könne man Frostschäden auf längere Sicht ausbessern.

„Da kann man später auch entlangfräsen“, so Christian Schön. Auf diese Weise können dann kleine Flächen ausgebessert werden. Eine Straße komplett neu zu machen, würde das Problem nicht lösen und viel Zeit fressen. Denn: „Eine Straße neu zu machen, setzt eine neue Planung voraus“, so Christian Schön. Und solch ein Verfahren könne sich Jahre hinziehen.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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