Nach dem Corona-Ausbruch an der Comenius-Grundschule lag die Schule am Montag still und verlassen da. © Andreas Schröter
Pandemie in Dortmund

Nach Corona-Fall mit britischer Variante: Grundschule öffnet wieder

Der Verdacht auf eine Infektion eines Mitarbeiters mit der britischen Corona-Variante an der Comenius-Grundschule hat sich bestätigt. Dennoch öffnet die Schule wieder am Mittwoch (3.3.).

An der Comenius-Grundschule an der Akazienstraße in Wambel, die wegen des Verdachts einer Infektion mit der britischen Corona-Variante B.1.1.7 geschlossen worden war, gibt es aktuell zwei Infektionsfälle, die unabhängig voneinander sind. Das teilt Stadtsprecherin Anke Widow mit.

In einem Fall handele es sich um einen Mitarbeiter der Grundschule, bei dem die britische Virusvariante nachgewiesen worden sei. Im anderen Fall sei eine Schülerin betroffen, deren Testergebnis in Bezug auf den Variantennachweis noch ausstehe.

Alle anderen Testergebnisse negativ

Alle anderen noch ausstehenden Testergebnisse lägen jetzt vor und seien negativ. Das Gesundheitsamt hat den Schulbetrieb ab Mittwoch (3.3.) wieder freigegeben. Ausgenommen sind die Schüler und Lehrer, die sich in Quarantäne befinden. Eine Materialausgabe vor Ort könne ebenfalls ab Mittwoch wieder stattfinden.

Schulleiterin Andrea Heil, die für ein Gespräch mit unserer Redaktion nicht zu erreichen war, schreibt auf der Website der Schule an die Eltern: „Sollten Sie von der Klassenlehrerin Ihres Kindes nicht kontaktiert worden sein, so ist Ihr Kind nicht von den Quarantänemaßnahmen betroffen und darf wieder in die Schule kommen.“

Da von der Quarantäne auch die Klassenlehrerinnen der 1c betroffen seien, werde diese Klasse unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit komplett im Distanzunterricht betreut.

Keine Notbetreuung bis zum 11. März

Weil auch viele OGS-Mitarbeiterinnen in Quarantäne seien, könne bis zum 11. März keine Notbetreuung angeboten werden. Wie es nach dem 7. März für die gesamte Schule weitergehe, sei abhängig von den Entscheidungen der Länder und bleibe abzuwarten.

Ein Informant aus dem Umfeld der Schule, der namentlich nicht genannt werden möchte, kritisiert die Informationspolitik des Gesundheitsamtes. Es habe keine direkte Information an die Eltern gegeben. Außerdem hätte er es besser gefunden, wenn die gesamte Schule getestet worden wäre. Anke Widow sagt dazu: „Es wurden alle Personen getestet, die Kontakt zu dem betroffenen Mitarbeiter hatten. Darüber hinaus wurden die Kontaktpersonen der betroffenen Schülerin getestet.“

Hoffnung auf ein bisschen Ruhe

Andrea Heil schreibt abschließend auf der Website der Schule: „Ich hoffe sehr, dass nunmehr viele Dinge und Fragen beantwortet werden konnten und wünsche uns allen, dass wir ein wenig zur Ruhe kommen können. Allen von der Quarantänemaßnahmen Betroffenen wünsche ich, dass sie gesund bleiben.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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