Vor dem Tedi-Firmensitz am Brackeler Hellweg ist ein neuer Gehweg entstanden, an dessen Kosten sich auch die Anwohner auf der gegenüberliegenden Seite beteiligen sollen. © Andreas Schröter
Bezirksvertretung Brackel

Soll Tedi den Gehweg-Ausbau vor dem Firmensitz allein bezahlen?

Vor Tedi ist ein neuer Gehweg entstanden, an dem sich die Anwohner finanziell beteiligen müssen. Nun lag der Vorschlag auf dem Tisch, Tedi solle die Kosten allein tragen.

Sollte die Politik die Firma Tedi bitten, den Kosten-Anteil am neuen Gehweg vor ihrem Firmensitz am Brackeler Hellweg allein zu bezahlen? Zu dieser Frage ergab sich eine Diskussion in der Juni-Sitzung der Bezirksvertretung Brackel.

Wie berichtet, ist dort im Zuge des Hellweg-Umbaus ein neuer Gehweg entstanden, an dessen Kosten sich die Anwohner nach dem Kommunalen Abgabegesetz (KAG) mit insgesamt 30.000 Euro beteiligen müssen. Knackpunkt: Auch die Hellweg-Bewohner, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite wohnen, werden herangezogen, obwohl sie de facto gar nichts von der Neuerung haben.

Die Fraktion Die Linke/Die Partei hatte den Antrag gestellt, die Firma zur alleinigen Kostenübernahme aufzufordern. Letztlich mochten aber nur die Grünen diesem Antrag folgen. Bei den anderen Fraktionen setzte sich eine Haltung durch, die Thomas Wesnigk (SPD) formulierte: Tedi sei eine Firma, die immer auf alle Belange der Bezirksvertretung eingegangen sei. Zuletzt habe sie beispielsweise ein Parkhaus gebaut, um den Parkdruck aus den umliegenden Straße zu nehmen. Es mache keinen Sinn, mit immer wieder neuen Forderungen an die Firma heranzutreten. Man dürfe nicht vergessen, dass Tedi ein Unternehmen sei, das viele Arbeitsplätze in Brackel biete.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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