In der Werkhof-Gärtnerei am Werzenkamp in Grevel sind Hochbeete entstanden, die auch von Behinderten gepflegt werden können, die im Rollstuhl sitzen. © Andreas Schröter
Werkhof-Gärtnerei

ZDF gibt 5000 Euro für eine gute Idee zum inklusiven Gärtnern

Wer im Rollstuhl sitzt, kann in aller Regel keine Beete pflegen, weil er oder sie sich dafür bücken müsste. Um dieses Problem zu lösen, hat die Werkhof-Gärtnerei eine Idee entwickelt.

Die Werkhof-Gärtnerei am Werzenkamp in Grevel hat 5000 Euro von der „Aktion Mensch“ des ZDF für inklusives Gärtnern erhalten. Früher hieß das „Aktion Sorgenkind“. Von dem Geld haben die etwa 30 Langzeitarbeitslosen, die der Werkhof dort einsetzt, Hochbeete angelegt. Die haben zum Beispiel den Vorteil, dass in ihnen mehr Wärme entsteht als in einem herkömmlichen Beet, sodass die Pflanzen schneller wachsen können.

Auch können sie – und das ist in diesem Zusammenhang das Wichtigste – von Rollstuhlfahrern gepflegt werden, weil sie sich dabei nicht bücken müssen. Diesen Menschen soll so die Möglichkeit geboten werden, eigene Ideen zum Pflanzen von Gemüse oder Kräutern zu entwickeln. Einige Bewohner der Werkstätten Gottessegen mit Behinderung sind in der Werkhof-Gärtnerei – einem Demeter-Betrieb – beschäftigt.

Auf vier Hektar Freiland und in 13 Gewächshäusern, werden dort vor allem Feingemüsesorten gezogen, wie Leiterin Rita Breker-Kremer erläutert. Dabei werde ein besonderes Augenmerk auf historische Sorten gelegt. So gebe es beispielsweise über 100 verschiedene Tomatensorten, Chili und Aubergine. Auch viele Jungpflanzen werden dort herangezogen. Die Produkte von dort werden auf den Wochenmärkten verkauft oder landen im Abokisten-Service.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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