Marcel Reichwein (r.) kickt seit Sommer 2020 für Türkspor Dortmund. © Stephan Schuetze
Fußball

Auf welcher Seite bei Türkspor Dortmund stehen Sie nun, Marcel Reichwein?

Als Spieler könnte ihn der eine oder andere Trainer innerlich verflucht haben: Marcel Reichwein gilt als jemand, der offen ausspricht, wenn ihm etwas nicht passt. Nun ist er Co-Trainer bei Türkspor Dortmund.

Marcel Reichwein gehört zu den erfahrensten Kickern im Dortmunder Amateurfußball. In seiner Vita stehen 64 Spiele in der 2. Bundesliga sowie 193 Drittligaspiele. Seit Sommer 2020 kickt er beim Landesligisten Türkspor Dortmund, wird in der kommenden Saison dort auch als Co-Trainer aktiv sein.

In der Vergangenheit galt Reichwein als jemand, der etwas offen beim Trainer anspricht, wenn ihm was nicht passt oder er andere Ideen hat- Der Ex-Profi galt als jemand, der gerne auch mal offen mit dem Trainer diskutiert. Nun wird er Co-Trainer und wechselt die Seiten.

Ändert sich nun seine Einstellung auf dem Platz? Und auf welcher Seite steht Marcel Reichwein nun: Auf der der Spieler oder auf der Seite seines neuen Trainers Sebastian Tyrala?

„Für mich ist die Situation neu“, sagt Reichwein, der schon länger in die Richtung des Trainers gehen wollte. Als Türkspor im vergangenen Winter einen neuen Trainer suchte, war er es, der den Kontakt zu Tyrala herstellen konnte.

Die Söhne der beiden kickten zusammen in einer Mannschaft, da hatten sich die Väter, beide ehemalige Profi-Fußballer, kennengelernt. Nun ist er als Co-Trainer Tyralas mit an Bord.

Viel verändere sich dadurch aber nicht, sagt der 35-jährige Ex-Profi. „Bereits im vergangenen Jahr war es so, dass ich eine führende Rolle in der Mannschaft hatte. Das bleibt so. Deswegen hat sich nicht viel verändert – außer der Titel.“

Deswegen wolle er auch weiter Dinge ansprechen, die er vielleicht anders sieht oder anders angehen würde. „Mit Basti (Tyrala, Anm. d. Red.) haben wir einen kompetenten Trainer. Er hat meine volle Unterstützung. Aber wenn ich meine, es geht etwas besser, dann ist es nur richtig, es anzusprechen.“

Nur so könne man erfolgreich sein. „Manchmal muss man auch mal über Sachen diskutieren, damit es funktioniert.“ Das Ziel des Dortmunder Landesligisten ist die Westfalenliga, dahin wollen Reichwein und Tyrala den Klub von Präsident Dr. Akin Kara bringen.

Also auf welcher Seite steht der spielende Co-Trainer Marcel Reichwein nun? „Halb und halb. Ich will als Spieler und als Co-Trainer erfolgreich sein.“

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