Sven Thormann ist Trainer des TuS Bövinghausen. © Stephan Schütze
Amateurfußball

Bövinghausen-Spieler erhält Sonderlob: „Er ist der beste Spieler der letzten zwei Jahre“

Zwischen den ganzen hochkarätigen Spielern beim TuS Bövinghausen gibt es auch einen unscheinbaren Fußballer, der seine Aufgabe einfach erledigt. Jetzt gab es ein Sonderlob dafür.

Ajan Dzaferoski hält sich kurz. „Er ist ein Phänomen“, sagt der Vorsitzende des TuS Bövinghausen. Es ist ein besonderes Lob, dass der Bövinghausen-Chef ausspricht am Sonntag nach dem Spiel gegen die IG Bönen.

André Witt darf sich darüber freuen. Er hat am Sonntag gegen die IG Bönen den Führungstreffer erzielt und dabei eine mehr als solide Partie gezeigt. In einer schwachen erste Hälfte des Westfalenligisten, erledigte Witt seinen Job.

Er leitete Angriffe ein, agierte konsequent in der Defensive und spielte seine Rolle im zentralen Mittelfeld ziemlich gut.

Die Belohnung folgte Mitte der zweiten Hälfte: Eine Flanke von Andreas Ogrzall verwertete der 32-Jährige routiniert.

Nach 70 Minuten war Schluss, Witt verließ gemeinsam mit Kevin Großkreutz den Platz. „Zwischen den ganzen Charakteren und hochkarätigen Spielern ist André der beste Spieler der letzten zwei Jahre hier in Bövinghausen“, sagt Sven Thormann über Witt. Thormann ist Trainer des TuS und begleitet den Klub seit mehreren Jahren beim schnellen Aufstieg von der Kreisliga bis zur Westfalenliga.

„Auf André ist immer Verlass. Den kann man überall bringen, der bringt seine Leistung“, sagt Thormann.

Der stille und heimliche Arbeiter im Team des TuS Bövinghausen

Und Witt zeichnet genau das aus. Er liefert konstant seine Leistung ab und spielt auf allen möglichen Positionen. Als Außen- und Innenverteidiger, im zentralen Mittelfeld – offensiv wie defensiv. Witt ist super flexibel und bringt mit seinen 32 Jahren Routine mit. Er spielte Regionalliga West, viele Jahre in der Oberliga, hat sogar einen Einsatz im DFB-Pokal.

Hier erzielt André Witt den Führungstreffer gegen die IG Bönen. © Stephan Schütze © Stephan Schütze

Und trotzdem ist er der stille und heimliche Arbeiter im Team der Stars, wie beispielsweise Baris Özbek oder Kevin Großkreutz. Die beiden sind ehemalige Profis, Fußball-Stars. Unter den Amateurfußballern sind vor allem Namen wie Marco Onucka, Serdar Bingöl, Eyüp Cosgun und Sebastian Mützel bekannter.

Der groß gewachsene Witt ist der heimliche und stille Arbeiter im Bövinghausener Sammelbecken der Hochkaräter auf Westfalenliga-Niveau.

Und der 32-Jährige ist noch lange nicht müde. „Wenn ich für einen Klub spiele, hau ich immer 100 Prozent rein“, sagt er. Und wie Fußball-verrückt er ist, zeigte er wieder vergangenen Sonntag. Da hatte der Betreuer Daniel Wiegand Witts Handy während des Spiels in der Tasche. „Mein Tochter hatte hohes Fieber. Ich habe meiner Frau gesagt, dass ich zum Spiel gehe, wenn es aber Probleme gibt, sie mich sofort anrufen kann. Sie hat aber nicht angerufen.“ So ist Witt halt. Alles für mein Team.

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