Für den ASC 09 Dortmund und die Spielvereinigung Vreden könnte die Oberliga-Saison 2020/21 Geschichte sein. © Stephan Schuetze
Fußball

Der FLVW präsentiert am Montag Termine, wann die Ligen annulliert werden könnten

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen gehört zu den letzten Verbänden in Deutschland, in denen unklar ist, wie es mit dem Fußball weitergeht. Am Montag könnte es Klarheit geben.

Es sind nur die härtesten Berufsoptimisten, die an eine Fortsetzung der aktuellen Amateurfußball-Saison in Westfalen weiter glauben. Die Corona-Pandemie lässt es einfach nicht zu, dass die Fußballer wieder auf die Plätze dürfen. Und weil das Wort Saisonabbruch nicht in der Spielordnung zu finden ist, wird der Verbandsfußballausschuss am Wochenende zählen müssen.

Manfred Schnieders, Vizepräsident des FLVW, bestätigt, dass der Ausschuss sich am Wochenende trifft, um zur errechnen, welche Ligen überhaupt noch rein rechnerisch die 50-Prozent-Hürde überspringen können. Eine Saison kann nämlich nur dann gewertet werden, wenn bis zum 30. Juni 50 Prozent aller Partien gespielt wurden. Ist das nicht zu realisieren, wird eine Spielzeit annulliert. Es gibt dann keine Auf- und Absteiger.

Jede Liga wird für sich betrachtet

„Es muss aber jede einzelne Liga für sich gesehen werden. Es gibt keine allgemeine Entscheidung“, sagt Schnieders. Das hatte er schon vor Wochen erklärt. Es gibt Staffeln, da benötigen die Vereine jeweils sieben Partien, um die 50 Prozent vollzubekommen. In der Oberliga West dagegen fehlen den Teams zwischen 10 und 14 Begegnungen, um die Hinrunde komplett zu machen.

Am Montag wird der Verband dann in einer Pressekonferenz bekannt geben, was die Rechenspiele ergeben haben. Es kann davon ausgegangen werden, dass die ersten Ligen annulliert werden. Definitiv die Oberliga Westfalen. Rein rechnerisch ist es hier nicht mehr möglich, die nötigen Spiele hinzubekommen.

Es ist aktuell noch nicht absehbar, wann überhaupt wieder trainiert werden darf. In der kommenden Woche greift spätestens die Bundes-Bremse. Das bedeutet, dass bei einer an drei Tagen anhaltenden Inzidenz von über 100 nur noch Individual-Training erlaubt ist. Und das trifft aktuell fast jeden Landeskreis oder jede Kreisfreie Stadt.

Und weil der Verband den Vereinen eine vierwöchige Vorbereitungszeit zugesichert hat, ist rein theoretisch frühestens Anfang Juni mit einem Re-Start zu rechnen. Und das bedeutet für die meisten aller Ligen das Aus.

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Sportredaktion Dortmund
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