Ein Dortmunder Fußballteam ist zum Thema im Landtag Nordrhein-Westfalens geworden. © picture alliance/dpa
Fußball

Dortmunder Fußballteam wird zum Thema im NRW-Landtag

Die Folgen der Corona-Pandemie haben nun auch einen Dortmunder Fußballklub getroffen. Der ist nun zum Thema im NRW-Landtag geworden.

Ein Dortmunder Fußballteam ist momentan besonders arg von der Corona-Pandemie und ihren Folgen betroffen – und ist so sogar zum Thema im Landtag Nordrhein Westfalens geworden.

Obwohl der DFB den Re-Start der unterbrochenen Saison für den 21. März festgelegt hat, erlaubt die Stadt Dortmund dem Frauenfußball-Zweitligisten SV Berghofen nicht, auf der heimischen Sportanlage zu trainieren bzw. zu spielen.

„Klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung“

Der SVB ist deshalb seit einer Woche auf das Gelände der Sportschule Kaiserau in der Nachbarstadt Kamen ausgewichen. Das gleiche Schicksal trifft auch Ligarivale Arminia Bielefeld: Auch die Arminia wurde von der Stadt mit einem Trainings- und Spielverbot belegt. Da alle anderen Zweitligisten ganz normal spielen und trainieren dürfen, ist die Chancengleichheit nicht mehr gegeben.

„Das ist aus unserer Sicht ein klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung“, sagt Berghofens Sportlicher Leiter Stephan Gebling.

Nun haben sich auch zwei Landtagsabgeordnete mit dem Thema ausgiebig beschäftigt und sind tätig geworden:

Die Dortmunder SPD-Landtagsabgeordnete Nadja Lüders und der Duisburger Abgeordnete Rainer Bischoff haben am 19. Februar eine sogenannte „Kleine Anfrage mit der Nummer 5029“ an die Landesregierung in NRW gestellt:

„Der Frauenfußball in der 2. Liga gilt im Landessportbund als Amateursport und fällt damit nicht in die Ausnahme der Covid-Schutzverordnung. So ist eine Art Flickenteppich in NRW entstanden, in dem zum Beispiel in Bielefeld und Dortmund keine Trainings- oder Testspiele stattfinden dürfen, aber in Bocholt das Fußballtraining stattfindet. Solche unterschiedlichen Rahmenbedingungen führen innerhalb der Liga zu Wettbewerbsverzerrungen und damit zu unfairen Vorteilen.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:

1. Warum erfolgt diese unterschiedliche Behandlung der einzelnen Fußballmannschaften?

2. Warum gelten in Bocholt andere Bedingungen als in Dortmund?

3. Gibt es ein Konzept, in dem festgelegt ist, ab wann Trainingseinheiten bzw. Testspiele wieder überall erlaubt sind?

4. Welche Einflussmöglichkeiten bestehen generell seitens der Landesregierung zum Ausgleich der Wettbewerbsunterschiede bzw. unterschiedlichen Voraussetzungen der betroffenen Standorte?

5. Wie wird die Landesregierung die bestehenden Wettbewerbsverzerrungen, welche durch die unterschiedlichen Bedingungen und damit einhergehenden Trainingsverbote ausgelöst wurden konkret versuchen auszugleichen?“

Insbesondere die Verantwortlichen des SV Berghofen und von Arminia Bielefeld warten jetzt gespannt auf die Antwort der Landesregierung. Der SV Berghofen hat indes die Hoffnung noch nicht aufgegeben in absehbarer Zeit wieder auf der heimischen Sportanlage zu trainieren und im Aplerbecker Waldstadion die Meisterschaftsspiele austragen zu dürfen.

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Baujahr 1965, gebürtiger Dortmunder, der sich seit fast zwanzig Jahren auf den Sportplätzen tummelt und den Dortmunder Amateurfußball mit all seinen Facetten kennt.
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