Der TuS Eichlinghofen hat wohl ein Sturm-Talent in seinen Reihen gefunden. © Schaper
TuS Eichlinghofen

Eichlinghofen stellt Innenverteidiger in den Sturm, der schießt Hattrick in nur 11 Minuten

Der TuS Eichlinghofen hatte Personalprobleme im Sturm. Vor allem durch Verletzungen. Ein Innenverteidiger des Bezirksligisten hat nun seinen Torriecher bewiesen.

Es ist Zeit geworden. Nach vier sieglosen Spielen zum Start der Vorbereitung, darunter drei Niederlagen und ein Unentschieden, sollte endlich das erste Erfolgserlebnis her für den TuS Eichlinghofen.

Und dann liegt der Klub am vergangenen Sonntag bereits nach 25 Minuten mit 0:1 hinten. Erste Chance für den Gast FC Herdecke-Ende und gleich der Gegentreffer.

Nur einen kurzen Testlauf als Stürmer

„Wir haben die letzten Wochen schon richtig gut gespielt, aber vorne nicht die Tore gemacht“, erzählte Eichlinghofen-Coach Marc Neul. Im Sturm drückte der Schuh in Eichlinghofen. Solomon Tshitungu Kadima fällt mehrere Monate aus, Alexander Voss fehlt noch verletzungsbedingt und Dustin Maranca kommt gerade erst von einer Verletzung zurück. Doch eine vorläufige Lösung scheint gefunden und sie trägt den Namen Levi Butt.

10, 15 Minuten durfte sich Butt bereits wenige Tage zuvor beim Kronen-Kreidekarre-Cup als Stürmer austesten, gegen Herdecke-Ende gab es den ersten Stürmer-Einsatz von Anfang an und Butt bewies seinen Torriecher.

Levi Butt, hier noch mit kürzeren Haaren, hat sich erfolgreich für die Stürmer-Position beim TuS Eichlinghofen beworben. © Nils Foltynowicz © Nils Foltynowicz

Er traf zum 1:1 (32.) mit dem Kopf, zum 2:1 für Eichlinghofen mit dem rechten Fuß (37.) und das 3:1 erzielte er mit links (43.). Drei Tore, elf Minuten. Besser ging es nicht. „Er bringt natürlich vieles mit, ist fußballerisch top, hat Spielwitz und ist robust und groß. „, sagt sein Trainer Marc Neul, der ihn wegen seiner Größe und seiner Haarpracht „Ibra“ ruft, im Vergleich zu Schweden-Stürmer Zlatan Ibrahimovic.

Butt hatte Lust auf den Positionswechsel. Raus aus der Innenverteidigung und ab in den Sturm. Und von Butts Können ist nicht nur Neul überzeugt. 2017 ist er mit gerade ein mal 19 Jahren zu Dortmunds Amateurfußballer der Saison gewählt worden, damals noch in Diensten des Hombrucher SV.

Das Interview gab es vor vier Jahren zu der Trophäe per WhatsApp. Der schüchtern, bescheidene Butt genießt das Rampenlicht auf dem Platz und besticht dort durch Leistung, hält sich abseits davon zurück und überließ seinen Mannschaftskollegen das Wort. Ein Interview wollte er nicht geben.

Eichlinghofen steht defensiv sicher

„Seitdem ich ihn kenne, hat Levi immer nur in der Innenverteidigung gespielt. Er hat mir häufiger gesagt, er müsste mal im Sturm spielen und wäre hinten verschenkt. Die bisherigen Trainer hatten es so bisher nicht ernst genommen, durch die Verletzungen war das aber mal eine Möglichkeit wert und er hat sich empfohlen für die nächsten Wochen“, sagt Teamkollege Maurice Much.

Übrigens: Ohne Butt in der Innenverteidigung hat der TuS Eichlinghofen im Test am vergangenen Sonntag nur zwei Chancen zugelassen.

Zwar ging eine davon gleich sogar in das Tor, dafür war Butt nun auf der anderen Seite des Platzes zur Stelle und hat das erste Eichlinghofener Erfolgserlebnis besorgt.

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