Ab sofort sind wieder mehr als 300 Zuschauer auf den Sportplätzen erlaubt. © Nils Foltynowicz
Amateursport

Fans dürfen sich freuen: NRW verkündet weitere Lockerungsmaßnahmen

Gute Nachrichten für den Amateursport: Das Landeskabinett hat klare Signale für den Amateur- und Breitensport in Nordrhein-Westfalen gegeben - auch zur Freude der vielen Zuschauer.

Große Freude bei den Amateursportlern: Das Landeskabinett Nordrhein-Westfalens hat am Dienstag neue Lockerungen verkündet. Die betreffen dieses Mal auch den Amateur- und Breitensport in NRW. Greifen sollen diese bereits ab Mittwoch, 16. September, wie das Land mitteilt.

Es wird wieder voller auf den Sportplätzen und in den Hallen in Nordrhein-Westfalen. Seit Mittwoch, 16. September, dürfen wieder mehr als 300 Zuschauer auf die jeweiligen Sportplätze. Das teilte das Land NRW am Dienstag auf seiner Homepage mit. Notwendig dafür sei allerdings ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept, das die Vereine vorzulegen haben. Wie konkret dieses auszusehen habe, teilte das Land nicht mit.

Obergrenze gilt bei mehr als 1000 Zuschauern

„Bei mehr als 1000 Zuschauern gilt – wie auch bei sonstigen Veranstaltungen – eine Obergrenze von einem Drittel der Kapazität der Sportstätte“, teilt das Land auf seiner Homepage mit. Die zulässige Zuschauerzahl werde für jeden Austragungsort individuell bestimmt. Zulässige Höchstkapazität während des sechswöchigen Probebetriebs seien bei mehr als 1000 Zuschauern 20 Prozent der jeweiligen Stadien- oder Hallenkapazität.

Zudem gebe es auch Veränderungen auf dem Platz. „Die Regelung zur Anzahl von Teilnehmenden bei nicht kontaktfreiem Sport wurde zugunsten von Sportarten mit außergewöhnlichen Mannschaftsgrößen dahingehend erweitert, dass nun alle Spielerinnen oder Spieler, die die jeweilige Sportart erfordert, am Spiel teilnehmen können – auch wenn sie die Höchstzahl von 30 überschreitet“, schreibt das Land.

Armin Laschet: „Schutzmaßnahmen haben Priorität“

Ministerpräsident Armin Laschet wird dazu auf der Homepage wie folgt zitiert:„Sportveranstaltungen leben von der Unterstützung der Fans, von der Atmosphäre mit Publikum – das gilt sowohl für Bundesligaspiele, als auch für den Amateur- und Breitensport. Deshalb haben wir den Austausch mit dem Amateursport gesucht und uns im Länderkreis für eine zügige, einheitliche Lösung zu bundesweiten Sportveranstaltungen eingesetzt. Mit sicheren Infektionsschutzkonzepten und Grenzen bei der Kapazität können die Vereine ihre Sportstätten jetzt endlich wieder mit Leben füllen. Dabei gilt: Hygienekonzepte, Schutzmaßnahmen und ein umsichtiges Vorgehen haben Priorität.“

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann wird wie folgt zitiert: „Der Sport wurde in den letzten Monaten auf eine harte Probe gestellt. Allen ist bewusst, dass der Sport von seinen Zuschauern und der Stimmung in den Stadien lebt. Viele haben das schmerzlich vermisst. Genauso klar ist auch: Der Infektionsschutz und damit der Schutz von Gesundheit muss oberste Priorität haben. Daher tasten wir uns jetzt vorsichtig an eine Wiederzulassung einer begrenzten Zahl an Zuschauern heran. Allerdings nur, wenn das regionale Infektionsgeschehen beachtet und besondere Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen sichergestellt werden.“

Sechswöchiger Probebetrieb

Die neuen Regelungen unterliegen nun erst einmal einem sechswöchigen Probebetrieb. In diesem sollen die Hygienekonzepte, die als Grundlage für die Zulassung von Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen dienen, getestet werden. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern solle weiter eingehalten werden. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Einnehmen des Sitz- oder Stehplatzes sei Pflicht.

Keine Zuschauer seien erlaubt, wenn wenn die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Austragungsort größer gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar sei.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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