Der ASC 09 ist als Oberligist Dortmunds klassenhöchstes Amateurfußball-Team. Im stadtinternen Vergleich mit den lokalen Klubs bis zur Bezirksliga stehen die Aplerbecker aber nicht an der Spitze. © Folty
Fußball-Oberliga

Kommt die Oberliga-Reform? „Wir wollen mindestens einmal gegen jedes Team spielen“

Der Verbandsfußballausschuss trifft sich am Donnerstag, um auch über die kommende Oberliga-Spielzeit zu diskutieren. Kommt die große Oberliga-Reform?

Die Ausgangslage der Oberliga Westfalen ist identisch zur Vorsaison. Dieselben 21 Klubs aus der Spielzeit 2020/21 treffen in der Saison 2021/22 wieder aufeinander. Trotzdem könnten die Spielzeiten unterschiedlicher nicht sein. Denn es könnte eine große Oberliga-Reform kommen.

Denn drei Varianten sind für die kommende Saison möglich:

  • Es wird eine normale Hinrunde gespielt und im Anschluss gibt es eine Auf- und Abstiegsrunde
  • Es wird eine gewöhnliche Spielzeit angestrebt, mit einer Hin- und Rückrunde
  • Es wird die Liga in eine Nord- und Südgruppe aufgeteilt und später in einer Auf- und Abstiegsrunde weitergespielt

Und am Donnerstag wird der Verbandsfußballausschuss über diese Varianten diskutieren. „Aber noch keine Entscheidung fällen“, sagt Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball im FLVW, „die fällen wir zusammen mit den Klubs zusammen in einer Videokonferenz, die in der kommenden Woche stattfinden könnte.“

Wir haben schon mit ein paar Oberligaklubs gesprochen, welche Variante sie präferieren. Es sind unterschiedliche Meinungen herausgekommen:

Michael Linke (Vorsitzender ASC 09 Dortmund): „Das Schönste wäre natürlich, wenn wir eine ganz normale Saison mit Hin- und Rückrunde spielen würden. Mit 21 Mannschaften wird das aber zeitlich schwer. Deshalb könnten wir gut damit leben, dass wir eine normale Hinrunde spielen und es dann zu einer Auf- und Abstiegsrunde kommt. Wir wollen mindestens einmal gegen jedes Team spielen.“

Thorsten Schröder (2. Vorsitzender SV Schermbeck): „Die Aufteilung der Liga wäre sicherlich sinnvoll, wenn man auf die Erfahrungen der vergangenen Saison blickt, denn der ein oder andere Corona-Fall ist ja immer möglich. Schließlich gehören die Spieler zu keiner der Priorisierungsgruppen. Wenn man jetzt hört, dass die Erstimpfungen mangels Impfstoff erst einmal pausieren müssen, werden im September sicher noch viele ungeimpfte Spieler dabei sein.“

Christoph Kondring (Vorsitzender Spielvereinigung Vreden): „Grundsätzlich nehmen wir es, wie es kommt. Schließlich wissen wir, wie schwer es für die Verantwortlichen ist, solche Entscheidungen treffen zu müssen. Wenn wir beispielsweise in der Hinrunde gegen alle Mannschaften spielen würden und die Liga danach in eine Auf- und Abstiegsrunde aufgeteilt werden würde, könnten wir damit leben.“

Tim Harbott (Sportliche Leiter Holzwickeder SC): „Ich wäre dafür, es wird eine komplette Hinrunde gespielt – mit allen 21 Mannschaften. So müsste man die Liga nicht aufteilen und jede Mannschaft hätte mindestens einmal gegen jeden gespielt. Am Ende könnte dann eine Auf- und eine Abstiegsrunde gespielt werden. Das fände ich sehr charmant.“

Ihre Autoren
Sportredaktion Dortmund
Lokalsport ist mehr als ein reines Ergebnis. Es ist ein Erlebnis.
Zur Autorenseite
Avatar
Sportredaktion Ahaus
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.