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Amateursport

Modellregionen: Zwei NRW-Städte dürfen im Amateursport lockern – eine Hoffnung für die Vereine?

Das Land Nordrhein-Westfalen hat mehrere Modellregionen festgelegt, um schrittweise Öffnungen zu ermöglichen. In zwei Städten steht der Sport im Vordergrund. Ein Grund zur Hoffnung für die Amateursportler?

Vergangenen Freitag (9. April) gab das Land Nordrhein-Westfalen bekannt, welche kreisfreien Städte und Landkreise Teil der Modellregionen werden sollen. Dort soll es – trotz der Coronavirus-Pandemie – Öffnungen geben.

Die Kommunen dürfen aber nur loslegen, wenn die 7-Tage-Inzidenz bei unter 100 liegt.

Mit dabei: Krefeld, die gemeinsam mit Mönchengladbach ein gemeinsames Projekt starten, und der Kreis sowie die Stadt Paderborn.

In Krefeld und Paderborn steht vor allem der Amateur- und Breitensport im Fokus.

Was hat Krefeld vor?

Drei Modelle sind hier vorbereitet: Breitensport, Zuschauer beim Eishockey und Training im Amateursport. Im Breitensport soll ein Testbetrieb beim SV Bayer Uerdingen (Schwimmen) vorgenommen werden. Hierbei soll das Hygienekonzept mit digitaler Unterstützung umgesetzt werden. Ein negativer Corona-Schnelltest wird benötigt, Schwimmbahnen sollen per App gebucht werden. Nutzende sollen digital nachverfolgt werden könne.

Für den Spielbetrieb des Eishockey-Teams der Krefeld Pinguine in der DEL, Deutschlands höchster Eishockey-Spielklasse, ist ein Sicherheits- und Hygienekonzept erarbeitet worden, welches eine geringe Anzahl an Zuschauern möglich machen soll (negativer Test und persönliche Daten zur Nachverfolgung als Voraussetzung).

Das Training im Amateursport soll beim American Football getestet werden. Hier soll bei den Krefeld Ravens unter klaren Bedingungen trainiert werden: Maskenregelung, Zugang zum Sportplatz, unterschiedliche Trainingsbereiche.

Welche Maßnahmen sind in Paderborn geplant?

Mehrere Schwimmbäder sollen in und um Paderborn eröffnen. Bedingung dafür: Umsetzung der Hygienekonzepte, Kontaktnachverfolgung per App und Testbusse vor den Anlagen. „Das Konzept wird wissenschaftlich und medizinisch begleitet, um stets zu überwachen, ob und wie sich die Öffnungen im Sportbereich auf die Inzidenzwerte in Kreis- und Stadt Paderborn auswirken“, erklärt der Kreis Paderborn.

Außerdem soll der Ahorn Sportpark unter den gleichen Bedingungen wie die Schwimmbäder öffnen dürfen, Paderborns größtes, multifunktionales Sportzentrum für Leistungs- und Breitensport.

Wann soll es losgehen?

Ab dem 19. April startet die erste Gruppe von Modellregionen, die zweite Gruppe am 26. April. Paderborn ist in Gruppe eins, Krefeld in Gruppe zwei.

Welche Städte und Regionen sind noch dabei?

Gruppe 1:

  • Stadt Ahaus
  • Kreise Coesfeld und Warendorf
  • Stadt Münster
  • Stadt Mönchengladbach
  • Kreis und die Stadt Paderborn
  • Städte Soest und Lippstadt

Gruppe 2:

  • Kreis Düren
  • Stadt Essen
  • Stadt Hamm
  • Stadt Köln
  • Stadt Krefeld
  • Stadt Lennestadt
  • Stadt Siegen
  • Städte Schmallenberg und Winterberg

Könnte dies ein Hoffnungsschimmer für den Amateursport in ganz NRW sein?

Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich im ersten Schritt nur für die 14 Modellregionen entschieden. Viele weitere Kommunen hatten sich beworben. Die Erkenntnisse der Modellregionen könnten aber Einfluss auf die kommenden Wochen und Monate haben, wenn sie denn funktionieren.

„Da es sich bei den ausgewählten Veranstaltungen um kulturelle und sportliche Veranstaltungen handelt, die in vielen Städten NRWs und Deutschlands stattfinden, lassen sich die Erkenntnisse aus dem hiesigen Projekt problemlos auf andere Städte übertragen“, erklärten die Städte Krefeld und Mönchengladbach im gemeinsamen Konzept, welches die Kommunen erarbeiteten.

Dennoch bleiben die Modellregionen mit Vorsicht zu genießen, da die Städte bei einer 7-Tages-Inzidenz von unter 100 bleiben müssen, um zu starten. Zudem könnte ein verschärfter bundesweiter Lockdown diese Testprojekte zunichtemachen oder zumindest verschieben.

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